PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNach Bürgerdialog in SalzwedelKrebspatientin fordert Entschuldigung von Merz – und erhält AutogrammkarteStand: 11.06.2026Lesedauer: 2 MinutenBundeskanzler Merz steht wegen einer Autogrammkarte an eine krebskranke Frau in der Kritik. Die Patientin hatte beim Bürgerdialog ihre Sorge über geplante Einschnitte im Gesundheitswesen geäußert. Eine Entschuldigung gab es laut Bericht nicht.Bei einem Bürgerdialog hatte Krebspatientin Dronsch dem Bundeskanzler Merz vorgeworfen, im Gesundheitssystem zu sparen und die eigenen Bezüge zu erhöhen. Dieser hatte sie daraufhin barsch zurückgewiesen. Dronsch forderte eine Entschuldigung – und erhielt ein Autogramm von Merz.Durch ihren Auftritt bei einem Bürgerdialog hat sie Ende April für Schlagzeilen gesorgt. Silvia Dronsch hatte dort gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz von ihrer Hautkrebserkrankung im vierten Stadium berichtet. In diesem Zusammenhang übte sie Kritik an geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem – insbesondere bei der Krebsvorsorge. Warum gewaltige Sparmaßnahmen bei der Bevölkerung angestrengt werden, während sich die Bundesregierung unter Merz selbst für eine Erhöhung der eigenen Bezüge einsetze, fragte sie. Ohne den Gesundheitszustand der 53-Jährigen zu kommentieren, reagierte der CDU-Vorsitzende schroff auf die Frage. „Zu keinem Zeitpunkt, zu keinem Zeitpunkt ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben. Zu keinem Zeitpunkt. Auch von mir nicht“, insistierte Merz. „Alles andere ist eine falsche Behauptung. Und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht einfach ungeprüft wiederholen. Zu keinem Zeitpunkt.“Tatsächlich steht eine deutliche Erhöhung der Beamtenbesoldung im Raum, von der auch Minister, Staatssekretäre und der Bundeskanzler profitiert hätten. Mitte April war bekannt geworden, dass für die Bundesminister ein Gehaltssprung von etwa 52.000 Euro im Jahr vorgesehen gewesen sei. Der Bundeskanzler hätte 65.000 Euro mehr verdient. Wie die „Bild“ berichtete, habe Bundesinnenminister Alexander Dobrindt auf Nachfrage der Zeitung die Erhöhung gestoppt.Lesen Sie auchNach der brüsken Zurückweisung im sachsen-anhaltischen Salzwedel hatte die Hautkrebspatientin Dronsch auf eine Entschuldigung gedrängt. Wie AZ-Online berichtet, habe sich die frühere Köchin durchtelefoniert, bis sie einen Verantwortlichen im Büro des Bundeskanzlers habe sprechen können. Den gewünschten Ausdruck des Bedauerns erhielt sie jedoch nicht. Stattdessen schickte ihr ein Mitarbeiter ein Schreiben, in dem ihr „Kraft“ und „Zuversicht“ gewünscht werde. Zudem lag eine Autogrammkarte von Merz bei, auf der er Dronsch als persönliche Widmung „alles Gute“ wünsche.Dronsch, die im Moment auf eine Operation wartet, bei der ihr befallene Lymphknoten entfernt werden sollen, kündigte an, sich weiterhin für Krebspatienten stark zu machen. Mittlerweile habe sie auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil via Mail kontaktiert.doli
Nach Bürgerdialog in Salzwedel: Krebspatientin fordert Entschuldigung von Merz – und erhält Autogrammkarte - WELT
Bei einem Bürgerdialog hatte Krebspatientin Dronsch dem Bundeskanzler Merz vorgeworfen, im Gesundheitssystem zu sparen und die eigenen Bezüge zu erhöhen. Dieser hatte sie daraufhin barsch zurückgewiesen. Dronsch forderte eine Entschuldigung – und erhielt ein Autogramm von Merz.







