Auf dem diesjährigen „SXSW London“-Festival gab es Musik, Filme und – jede Menge Gespräche über KI. Zu den Gästen gehörte auch Gloria Mark, Psychologin an der University of California, Irvine. Sie beschäftigt sich seit 30 Jahren damit, wie Menschen mit digitalen Technologien interagieren. Zu Beginn ihrer Karriere waren die potenziellen Auswirkungen der Internet- und E-Mail-Nutzung auf unser Gehirn die größten Sorgen. Heute mögen wir über diese Bedenken lachen, aber es ist wahr, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne zu schrumpfen begann, als die Technologien allgegenwärtiger wurden und sich immer tiefer in unseren Alltag einbetteten.
Untersuchungen zur Aufmerksamkeitsspanne: „Wow, das ist wirklich kurz“
Mark befürchtet, dass sich die Lage nur noch verschlimmert. Entsprechend sprach sie auf dem Londoner Festival zu der Frage: „Haben wir die Kontrolle über unser Gehirn verloren?“ Leider, so sagt Mark, lautet die Antwort ja. Vor etwa zwei Jahrzehnten begann sie sich zu fragen, wie sich unsere Nutzung von Geräten auf unsere Aufmerksamkeitsspanne auswirken könnte. Sie richtete sogenannte „lebende Labore“ ein, in denen sie mithilfe von Sensoren und Trackern die Aufmerksamkeit, Stimmung und das Verhalten erwachsener Freiwilliger bei der Nutzung von Geräten beobachtete.









