Die AFP berichtet aus Madrid:Sie sind bekannt als Kritiker der Politik von US-Präsident Donald Trump: Papst Leo XIV. hat bei seinem Spanien-Besuch Regierungschef Pedro Sánchez getroffen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche empfing den Sozialisten und selbsterklärten Atheisten am Montagmorgen in der Apostolischen Nuntiatur – der diplomatischen Vertretung des Vatikan – in Madrid.Leo XIV. und Sánchez, die sich bereits Ende Mai im Vatikan getroffen hatten, liegen bei mehreren wichtigen Themen auf einer Linie: Beide sind Kritiker des Iran-Kriegs und deswegen wiederholt von US-Präsident Trump attackiert worden. Außerdem fährt Sánchez in der Migrationspolitik einen liberalen Kurs, was mit dem Einsatz des Papstes für Flüchtlinge in Einklang steht – und im Gegensatz zu Trumps Migrations- und Flüchtlingspolitik steht.Zwischen der katholischen Kirche und der spanischen Linksregierung gibt es aber auch deutliche Meinungsverschiedenheiten, etwa bei Fragen wie Abtreibungen, Rechte von Homosexuellen und Feminismus.Nach seinem Treffen mit Sánchez wollte der Papst eine Rede vor dem spanischen Parlament halten – eine Premiere für einen Pontifex. Bei der Rede vor Abgeordneten und Senatoren dürfte der Papst vor politischer Polarisierung warnen und könnte auch über das Streitthema Flüchtlinge sprechen. Bereits am Samstag hatte Leo XIV. zur Überwindung von „spaltenden und polarisierenden Debatten“ aufgerufen. (afp)
León und Pedro sind sich einig
Gestern haben sich die einzigen linken Regierungschefs Europas in Spanien getroffen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.











