PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsComeback mit FragezeichenRatgeber: THG-Quote 2026 Stand: 10.06.2026Lesedauer: 3 MinutenE-Autofahrer können von der THG-Quote profitierenQuelle: KiaIn diesem Jahr gibt es für viele E-Automobilisten wieder mehr THG-Geld. Allerdings nicht in jedem Fall. SP-X/Köln. Die THG-Quote spült seit Jahren ohne viel Aufwand ein nettes Taschengeld in die Kassen von E-Autofahrern. Nachdem der Betrag zuletzt eher überschaubar ausgefallen ist, gibt es nun möglicherweise wieder etwas mehr Geld. Wenn man bei der Wahl des passenden Vermittlers vorsichtig vorgeht.

Die THG-Quote wird seit 2022 ausgezahlt, beantragen kann sie jeder E-Auto-Halter für das jeweils laufende Jahr. Dabei ist ein Weg über privatwirtschaftliche Vermarkter nötig, die die individuellen Ansprüche aufkaufen, bündeln und beim Umweltbundesamt einreichen. In den Anfangsjahren konnten Elektromobilisten auf diesem Weg Einnahmen von bis zu 400 Euro erzielen. Doch bald folgte ein rasanter Absturz: 2024 gab es für die meisten E-Auto-Halter nur noch zweistellige Beträge. Auch 2025 blieben die Auszahlungen bescheiden – Garantieprämien lagen selten über 90 Euro.

Für das laufende Jahr hat sich der Trend gedreht. Im April hat der Bundestag das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote beschlossen, das rückwirkend zum Jahresbeginn gilt. Die Kernänderungen: Biokraftstoffe auf Palmölbasis dürfen nicht mehr auf die THG-Quote angerechnet werden, die bisherige Doppelanrechnung bestimmter Biokraftstoffe entfällt, und neue Vor-Ort-Kontrollen sollen dem grassierenden Betrug mit Biokraftstoffimporten den Garaus machen. Das macht es für Mineralölkonzerne wesentlich schwieriger, ihre Quotenpflichten wie zuletzt vor allem mit billigen Biokraftstoffen zu erfüllen. Die Nachfrage nach CO2-Zertifikaten aus dem Elektroauto-Bereich ist entsprechend gestiegen.