PfadnavigationHomePanoramaSchon 19.000 UnterschriftenPetition fordert Hape Kerkeling als Bundespräsident – Lob von ReichinnekStand: 10:00 UhrLesedauer: 3 MinutenHape Kerkeling, hier bei einer Filmpremiere Quelle: Rolf Vennenbernd/dpaHape Kerkeling im Schloss Bellevue? Eine Online-Petition verlangt nun genau das. Heidi Reichinnek und Margot Käßmann zeigen sich aufgeschlossen – und der 61-jährige Entertainer ist offenbar ebenfalls nicht abgeneigt.Eine Online-Petition ruft Spitzenvertreter der Parteien derzeit dazu auf, Hape Kerkeling für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren. Aktuell haben bereits mehr als 19.000 Menschen den Aufruf auf der Plattform des Vereins Campact unterzeichnet, der die Überschrift trägt: „Hape Kerkeling als Bundespräsident – ein Zeichen für eine starke Demokratie!“ Als Grund für den unkonventionellen Vorschlag werden Kerkelings Engagement für die Demokratie und gegen die AfD genannt. Verwiesen wird auch auf eine Ansprache des 61-Jährigen in der Gedenkstätte Buchenwald am 12. April.Der Autor, Schauspieler und Entertainer sprach dort als Angehöriger eines ehemals Inhaftierten – sein Großvater Hermann Kerkeling saß ab 1942 drei Jahre als politischer Häftling ein. Wörtlich heißt es in der Petition, die von Mark Wege initiiert wurde: „Deutschland braucht an der Spitze keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet. Der Bundespräsident ist das lebendige Symbol unseres Staates – er muss die Herzen der Menschen erreichen und gleichzeitig eine moralische Instanz sein.“Lesen Sie auchHape Kerkeling, so schreibt der Initiator in seiner Begründung, habe mehrfach „bewiesen, dass er diese Tiefe besitzt“. Seine Rede in Buchenwald sei ebenso „bewegend wie inspirierend“ gewesen. Dann folgt der indirekte Verweis auf die AfD: „Wer unsere Geschichte als ‚Vogelschiss‘ bezeichnet, greift laut Kerkeling das Fundament unserer Republik an.“ All das sei, so heißt es dann sprachlich ein wenig unbeholfen, „der Kompass, den wir im Schloss Bellevue brauchen“.Der 61-Jährige zeigte sich in einer ersten Reaktion am Rande einer Preisverleihung in Lüneburg nicht uninteressiert: Dem Team von „Stern TV“ sagte Kerkeling auf Nachfrage hin: „Ich muss ihnen ehrlich sagen, nach all dem, was in der Welt passiert und wer so an der Spitze von Nationen steht – ich schließe nichts mehr aus.“ Die Zeitschrift „Bunte“ hat bereits erste Unterstützer aus Politik und Zivilgesellschaft mobilisiert. Für Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek ist Kerkeling „durch seinen Einsatz für Demokratie und Vielfalt sowie seine klare Kante gegen Rechtsextremismus und Intoleranz ein durchaus geeigneter Kandidat“. Ein „talentierter und begabter Bursche“ sei dieser KerkelingAuch von Cornelia Scheel, der Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel, kommt Zustimmung: „Als Bundespräsident wäre der talentierte und begabte Bursche auf allen Ebenen ein Gewinn.“ Und die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann findet: „Auf jeden Fall hätte Hape Kerkeling die Herzen der Menschen in Deutschland schon gewonnen.“ Auch Hella von Sinnen und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer äußern sich in „Bunte“ zu diesem Thema.Lesen Sie auchDer Nachfolger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird am 30. Januar 2027 durch die Mitglieder der Bundesversammlung in geheimer Abstimmung und ohne vorherige Aussprache gekürt. Vorschlagsrecht hat jedes Mitglied der Bundesversammlung. Diese besteht aus allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages („geborene Mitglieder“) und zusätzlichen Delegierten. Diese „gekorenen Mitglieder“ werden von den 16 Landesparlamenten bestimmt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das 40. Lebensjahr vollendet hat und das Wahlrecht zum Bundestag besitzt. De facto werden die Kandidaten im Vorfeld von politischen Parteien und Regierungsbündnissen ausgewählt. Der – oder auch die Bundespräsidentin – ist als Staatsoberhaupt der protokollarisch ranghöchste Repräsentant des deutschen Staates, die Amtszeit beträgt fünf Jahre. krott