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Industrie: Heidelberger Druck sieht Verteidigungstechnik als neues Standbein Drohnenabwehr soll für den SDax-Konzern zum neuen Wachstumstreiber werden. Das Kerngeschäft mit Druckmaschinen läuft dagegen weiter schleppend.

10.06.2026 - 08:46 Uhr Artikel anhörenProduktion: Ein Mitarbeiter vermisst die Speichertrommel einer Großformat-Druckmaschine im Werk von Heidelberger Druckmaschinen. Foto: dpaFrankfurt. Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen treibt den Ausbau alternativer Geschäftsfelder zum wachstumsschwachen Kerngeschäft voran. Das Rüstungsgeschäft werde neben dem Angebot von Ladetechnik für Elektromobilität ein weiteres Standbein, erklärte das Unternehmen aus Heidelberg am Mittwoch.So werde das Joint Venture Onberg von Heideldruck und dem US-israelischen Technologieunternehmen Ondas Drohnenabwehrsysteme vertreiben und später in Serie im industriellen Maßstab produzieren. Bei der am Mittwoch beginnenden Luftfahrtmesse ILA in Berlin werde Onberg eine Absichtserklärung zur möglichen Zusammenarbeit mit einem ukrainischen Unternehmen zu Drohnentechnik bekannt geben.Vorstandschef Jürgen Otto will das Traditionsunternehmen mit seiner Kompetenz im komplexen Maschinenbau als „leistungsstarkes Hightech-Unternehmen mit nachhaltig steigender Ertragskraft“ positionieren. „Wir haben die strategische Weiterentwicklung von Heidelberg in den vergangenen Monaten deutlich beschleunigt und unser Profil als technologieorientiertes Hightech-Unternehmen weiter geschärft“, erklärte Otto.Hoffnung auf neue MärkteDie Investitionen in die Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts trugen im Geschäftsjahr 2025/2026 allerdings zum Rückgang der bereinigten operativen Marge um einen halben Prozentpunkt auf 6,6 Prozent bei. Mit dem Iran-Krieg habe sich die Nachfrage nach Druckmaschinen abrupt abgeschwächt, es sei zu Lieferengpässen gekommen. Höhere Energiekosten und Zölle belasteten. Einsparungen beim Personal und andere Effizienzmaßnahmen stützten hingegen das Ergebnis.Mit einem Umsatz von 2,29 Milliarden Euro leicht über Vorjahr verdiente der SDax-Konzern unter dem Strich nur 15 Millionen Euro nach fünf Millionen Euro im Vorjahr. In dem seit April laufenden Geschäftsjahr will Heideldruck einen Umsatz auf Vorjahresniveau erreichen und die Marge spürbar verbessern. Im vergangenen Jahr sank der Auftragseingang um knapp 200 Millionen Euro auf 2,25 Milliarden Euro. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt