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Weltraumunternehmen: Diese Zahlen deuten an, wie der SpaceX-IPO laufen könnte Bis SpaceX-Aktien handelbar sind, dauert es noch ein paar Tage. Auf speziellen Plattformen wetten Anleger bereits auf das Raumfahrtunternehmen – und lassen es crashen.

Philipp Frohn 09.06.2026 - 11:08 Uhr Am Kryptomarkt zocken Anleger schon jetzt mit SpaceX. Foto: REUTERSObwohl der offizielle Börsenhandel der SpaceX-Aktie erst in wenigen Tagen beginnt, wetten schon jetzt Anleger auf das Raumfahrtunternehmen von Gründer Elon Musk. Handel, bevor der Handel überhaupt startet? Ja, das geht – auf speziellen Plattformen.Seit dem 17. Mai lässt sich SpaceX auf Hyperliquid handeln. Allerdings kaufen Anleger dort keine SpaceX-Aktien, sondern Derivate. Hyperliquid ist eine Krypto-Trading-Plattform, auf der Anleger sogenannte Perpetual Futures handeln können, kurz: Perps. Das sind Terminkontrakte ohne Verfallsdatum, mit denen Anleger auf die Kursentwicklung eines Assets setzen können, ohne es zu besitzen. Auch Kryptobörsen wie Binance und Kraken offerieren SpaceX-Perps.BörsenTag So investieren Sie günstig in SpaceX Der Börsengang von Elon Musks Space-Unternehmen rückt näher, Anleger reagieren begeistert. Zwei indirekte Pre-IPO-Investments in SpaceX sind trotzdem noch günstig. von Julia GrothDas Besondere: Auf Hyperliquid und Co. lassen sich diese Kontrakte rund um die Uhr handeln, sogar am Wochenende. In den vergangenen Monaten hat die Hyperliquid in der klassischen Finanzwelt an Bekanntheit gewonnen, weil dort auch Öl-Perps ohne Unterbrechung gehandelt werden.SpaceX ist in der Kryptowelt im SinkflugEin Blick auf die SpaceX-Perps zeigt ein durchwachsenes Bild. Auf Hyperliquid und ähnlichen Märkten sinken ihre Kurse seit Wochen. Einige Beobachter leiten daraus negative Aussichten für den Börsengang ab. Ist der Pessimismus gerechtfertigt?Als Referenzpreis für SpaceX wurden auf Hyperliquid 150 Dollar bei einer Bewertung von 1,78 Billionen taxiert – ein Aufschlag gegenüber den 135 Dollar je Aktie, zu denen das Unternehmen die Aktien anbieten will. Nach etwa drei Wochen Handel notierte der Perp zuletzt bei gut 155 Dollar. Rechnet man den Aufschlag gegenüber dem anvisierten Ausgabepreis heraus, entspricht das grob einem impliziten Kurs von rund 140 Dollar je Aktie.Dieser Wert liegt deutlich unter früheren Kursständen. In der Spitze war der SpaceX-Perp kurz nach Handelsstart auf bis zu 216 Dollar geklettert. Umgerechnet entsprach das etwa 194 Dollar je Aktie. Gegenüber diesem Hoch ist der Kurs um rund 28 Prozent gefallen. Gleichzeitig liegt er nur noch knapp über dem angepeilten Ausgabepreis. Noch deutlicher wirkt die Skepsis, wenn man auf die jüngsten Zahlen des SpaceX-Börsenprospekts blickt: Dort ist von einem Maximalpreis von 162 Dollar je Aktie die Rede.SpaceX und Co. Auf welche Space-Aktien Anleger setzen können Elon Musk macht die Pläne für den SpaceX-Börsengang offiziell und befeuert den Hype um Raumfahrtaktien. Welche Firmen wirklich Substanz bieten und sich für ein Investment lohnen. von Julia GrothWer über das Hyperliquid-Netzwerk und andere dezentrale Plattformen handeln will, braucht eine Krypto-Wallet – also eine digitale Brieftasche für Kryptogeld. Diese wird mit der Plattform verbunden. Ein- und Auszahlungen laufen dort vor allem über den Stablecoin USDC. Stablecoins sind Kryptowährungen, die an eine Fiatwährung wie den Dollar gekoppelt sind und deshalb nicht im Wert schwanken sollen.Mit SpaceX-Perps gehen Anleger hohe Risiken einWetten mit Perps sind allerdings eine riskante Angelegenheit. Die Bewegungen am Perps-Markt lassen sich nur begrenzt mit denen am Aktienmarkt vergleichen. Zum einen ist der Markt relativ klein: Im Fall der SpaceX-Abbildung liegt der Open Interest – das Volumen aller offenen Kontrakte – bei zuletzt gut 101 Millionen Dollar. In so gering kapitalisierten Märkten können Verkäufe einzelner Investoren bereits größere Kursbewegungen auslösen.Potenziert wird die Volatilität durch gehebelte Positionen. Abverkäufe können dadurch rasch einen Dominoeffekt in Gang setzen: Bei fallenden Kursen sind manche Anleger gezwungen, Positionen zu schließen – was den Kurs bei schmalem Orderbuch weiter nach unten drückt. Ende Mai kam es bei einem SpaceX-Perp zu einem Absturz von 45 Prozent binnen weniger Minuten.Hinzu kommt: Perps sind derivative Konstrukte. Sie bilden die Entwicklung eines Vermögenswerts nur nach – ohne Eigentums- oder Stimmrechte und mit deutlich weniger regulatorischem Schutz. Je näher der SpaceX-IPO rückt, desto mehr Perps-Spekulanten könnten ihre Wetten auflösen, um Kapital für den Börsengang zu mobilisieren.An den Prognosemärkten sind Anleger eher optimistisch. Auf Polymarket hielten es am Dienstag 85 Prozent der Akteure für wahrscheinlich, dass SpaceX am Ende des ersten Handelstages auf eine Marktkapitalisierung von mehr als den zunächst angestrebten rund 1,8 Billionen Dollar kommt. 68 Prozent hielten es sogar für möglich, dass der Börsenwert über die Marke von zwei Billionen Dollar steigt. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! 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