Die Ukraine gewinnt an Schlagkraft im Drohnenkrieg, Munition ist kein Engpass mehr: „Hier ist uns die Ukraine in unserem Denken mal wieder ein paar Jahre voraus“, meint Markus Schiller, Experte für Raketentechnik, und analysiert die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg.Ein weiteres Sanktionspaket der Europäischen Union nimmt Russen ins Visier, die als Soldaten an der Invasion der Ukraine beteiligt waren. Unterdessen kündigt ein Nato- und EU-Mitglied an, Kiew keine weiteren Waffen mehr zu liefern. Mehr im Liveticker.Das Sterben in der Ukraine geht weiter. Während Russland an Teilen der Front unter Druck gerät, verstärkt es Luftangriffe auf ukrainische Städte. Präsident Selenskyj versucht derweil, eine diplomatische Lösung für den Krieg zu finden.Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse rund um den Ukraine-Krieg im Liveticker:19:27 Uhr – Dienstag, 09. JuniBulgarien will keine Waffen mehr an Ukraine liefernBulgarien will keine Waffen mehr an die Ukraine liefern und fordert Verhandlungen zwischen den Regierungen in Kiew und Moskau. Das kündigt der neue Verteidigungsminister Dimitar Stojanow an, wie die Nachrichtenagentur BTA berichtet. „Es ist nicht geplant, dass die bulgarische Seite der ukrainischen Armee weitere Waffen liefert“, sagt er. Es sei an der Zeit, einen gerechten Frieden zu suchen, der von beiden Kriegsparteien bestimmt werde. Das Nato- und EU-Mitglied lieferte der Ukraine 2024 und 2025 unter anderem Panzerabwehrraketen, gepanzerte Fahrzeuge und Haubitzen. Noch 2022 und 2023 hatte Bulgarien offiziell keine Waffen und Munition in die Ukraine geliefert, sondern hauptsächlich an europäische Zwischenhändler. Die neue Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Rumen Radew wurde im vergangenen Monat vereidigt. Radew war als pro-russisch bekannt, sicherte nach seiner Vereidigung aber zu, eine pro-europäische Politik zu verfolgen.14:18 Uhr – Dienstag, 09. JuniEU plant Einreiseverbot für russische Ukraine-KämpferDas nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland soll eine umfassende Visasperre für russische Soldaten umfassen. „Wir schlagen vor, jedem die Einreise in die EU zu verbieten, der seit Kriegsbeginn in den russischen Streitkräften gedient hat“, kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel an. Europa solle für jeden verschlossen bleiben, der an der Invasion der Ukraine beteiligt sei.Von der Leyen teilte zudem mit, dass weitere Sanktionen den Finanz- und Energiesektor sowie erstmals auch Fischereiunternehmen treffen sollen. Um Russlands Einnahmen aus Ölexporten zu begrenzen, ist demnach unter anderem geplant, die turnusmäßige Anpassung der Ölpreisobergrenze bis Januar kommenden Jahres auszusetzen. Diese müsste sonst wegen der gestiegenen Weltmarktpreise infolge des Iran-Kriegs und der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus angehoben werden.19:37 Uhr – Dienstag, 09. JuniNordische und baltische Staaten für EU-Beitritt der Ukraine „so schnell wie möglich“Die Regierungschefs von acht nordischen und baltischen Staaten sprechen sich für einen EU-Beitritt der Ukraine „so schnell wie möglich“ aus. Angesichts der von der Ukraine erzielten „Fortschritte“ sollten alle Kapitel der Beitrittsverhandlungen mit Kiew bereits „im Juni/Juli 2026“ eröffnet werden, erklärten die Regierungschefs am Dienstag bei einem Gipfeltreffen in der estnischen Hauptstadt Tallinn, an dem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnahm.Der „Beitritt der Ukraine zur EU sollte so schnell wie möglich vollzogen werden“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Zudem unterstützten die acht Regierungschefs von Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Norwegen, Island und Dänemark „den unaufhaltsamen Weg“ der Ukraine in Richtung Nato-Beitritt. Schließlich sei das Land ein „strategischer Sicherheitspartner der Nato, der direkt zur euro-atlantischen Sicherheit beiträgt“.14:41 Uhr – Dienstag, 09. JuniUkrainische Angriffe auf Ölraffinerien belasten Kraftstoffversorgung in Russlands SüdenDie Zunahme ukrainischer Luftangriffe auf russische Treibstoffproduzenten hat nach Angaben des Energieministeriums in Moskau vorübergehende Schwierigkeiten bei der Kraftstoffversorgung in verschiedenen Regionen im Süden des Landes verursacht. Wie das Ministerium auf Telegram erklärte, wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um einen stabilen und effizienten Betrieb des Kraftstoff- und Energiesektors sicherzustellen.14:12 Uhr – Dienstag, 09. JuniSelenskyj trifft nordische und baltische MinisterpräsidentenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Estland mit den Ministerpräsidenten der nordischen und baltischen Staaten zusammengetroffen. In der Hauptstadt Tallinn nahm er als Gast am Gipfeltreffen der sogenannten NB8-Staaten teil. Zuvor war Selenskyj bereits zu Einzelgesprächen mit einigen der Regierungschefs und Estlands Staatspräsident Alar Karis zusammengekommen. Zu der Staatengruppe gehören Schweden, Finnland, Norwegen, Island, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen.„Wir werden darüber beraten, wie wir die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärken, den Druck auf Russland erhöhen und Europa insgesamt sicherer machen können“, sagte der Gastgeber, Estlands Ministerpräsident Kristen Michal, vor den eintägigen Gesprächen in dem an Russland grenzenden Baltenstaat. Die nordischen und baltischen Staaten zählen zu den größten Unterstützern der Ukraine.Selenskyj (r.) mit Estlands Ministerpräsident Kristen MichalQuelle: Sergei Grits/AP/dpa13:32 Uhr – Dienstag, 09. JuniBehörden: Schwangere bei russischem Angriff in der Ukraine getötetBei russischen Angriffen im Nordosten der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter eine schwangere Frau. Unter den drei Todesopfern des Angriffs in Tschuhujiw sei eine 22-jährige Schwangere, erklärte Außenminister Andrij Sybhiha. Er warf Russland vor, „den Terror gegen Zivilisten zu verstärken“, da es seine Ziele auf dem Schlachtfeld nicht erreichen könne. Sybiha forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Moskau zu erhöhen. Tschuhujiws Bürgermeisterin Galyna Minajiwa erklärte, die Stadt sei mit Raketen und iranischen Schahed-Drohnen angegriffen worden. Von den Rettungsdiensten veröffentlichte Aufnahmen zeigten brennende Wohnhäuser und Autos. In der Stadt Charkiw wurden derweil nach Angaben von Regionalgouverneur Oleh Synehubow bei russischen Angriffen 15 Menschen verletzt. dpa/AFP/Reuters/säd
Ukraine-Krieg: ++ Bulgarien stoppt Waffenlieferungen an die Ukraine und fordert Verhandlungen mit Moskau ++ Liveticker - WELT
Ein weiteres Sanktionspaket der Europäischen Union nimmt Russen ins Visier, die als Soldaten an der Invasion der Ukraine beteiligt waren. Unterdessen kündigt ein Nato- und EU-Mitglied an, Kiew keine weiteren Waffen mehr zu liefern. Mehr im Liveticker.









