Leicht unterschätztDer „Drop“ wurde auf Instagram seit Wochen angeteasert: Das „Paulaner Community Jersey“ sollte eine Art Geschenk an die treuen Spezi-Fans sein, deshalb wollte die Marke sogar einen Großteil der Kosten übernehmen. Das Trikot im Retro-Design kostete selbst mit Personalisierung (Nummer und Name auf dem Rücken) nur 19,90 Euro. Wer sollte sich das entgehen lassen? Na eben keiner. Am vergangenen Dienstag ging der Online-Verkauf los, kurze Zeit später waren die Trikots bereits vergriffen und viele Fans enttäuscht bis sauer. Merke: Wer den Hype anheizt, sollte ihn auch halbwegs bedienen können. Jetzt wird auf Social Media Schadensbegrenzung betrieben, man arbeite mit „Hochdruck“ daran, so viele Jerseys wie möglich zu machen. „Wir geben gerade alles!“, heißt es auf dem offiziellen Paulaner-Spezi-Account. Es werde bereits an einer Form der Wiedergutmachung gearbeitet, die in den nächsten Tagen veröffentlicht werde. Zur Erinnerung: Es geht hier immer noch um ein rasend schnell ausverkauftes Merch-Trikot, nicht um eine bayerische Staatsaffäre. Andererseits: Mehr Commitment kann sich eine Marke natürlich gar nicht wünschen. „Mezzo Mix“- oder „Schwip Schwap“-Trikots sieht man da draußen keine. In der Zwischenzeit heißt es: Abwarten und Spezi trinken. Nachschub kommt bestimmt.Märchenhaft MoleskineBitte weitersagen an die Daddelkinder von heute: Wer als Kind liest, wird nicht nur ganz ohne Bildschirm in fantastische Welten katapultiert und schreibt mit großer Wahrscheinlichkeit schönere Deutsch-Aufsätze, sondern bekommt als Erwachsener noch einen herrlichen Bonus hinzu: den blitzartig aufzuckenden Nostalgie-Flash. Allein die Worte „Kalle Blomquist“, „Fünf Freunde“ oder „Momo“ können bei Menschen, die sich allmählich auf die Rente zubewegen, Glückshormone in hohen Dosen ausschütten. Insofern ist es ein smarter Schachzug des Unternehmens Moleskine, wo man sich ebenfalls der Zeitlosigkeit verpflichtet fühlt, einen Kinder- und einen Jugendbuchklassiker in das Sortiment zu integrieren. Es sind dies Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ und J. R. R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“. Szenen aus diesen beiden Werken finden sich nun nicht nur auf den berühmten Notizbüchern, sie zieren auch Kalender, Schreibgeräte und einen Rucksack. Die Illustrationen sind in gleichem Maße liebevoll ausgestaltet wie zurückhaltend – es bleibt immer Raum für Fantasie. Und die hat die Welt zurzeit bitter nötig. Erhältlich in zwei limitierten Sonderkollektion über moleskine.com.Für echte LoserDonald Trump beleidigt andere Menschen bekanntlich gern und überschwänglich, aber selten erreicht er damit so viel Gutes wie bei Hunter Hess. Der US-Freestyler hatte sich bei den Olympischen Spielen kritisch über die aktuelle Lage in seinem Land geäußert, woraufhin Trump ihn auf Truth Social einen „Real Loser“ nannte. Der Tweet ging viral, der junge Sportler wusste kaum, wie ihm geschah, aber nach dem ersten Schock nahm er sich Trumps Beschimpfung zu Herzen und startete das „The Real Loser Project“. Damit unterstützt Hess die Organisation Stoked, die Jugendlichen, die es sich nicht leisten können, Zugang zu Action Sports wie Freeskiing ermöglicht. Der Sport habe ihm alles gegeben, sagt Hess, vor allem seine Community, davon wolle er etwas zurückgeben. Aktuell gibt es auf seiner Webseite Baseballcaps, Beanies und T-Shirts mit der Aufschrift „Real Loser“. Die Einnahmen werden zu hundert Prozent gespendet. Laut Teen Vogue hat das Projekt bereits mehr als 46 000 Dollar eingenommen. Nicht schlecht für einen echten Loser.
Paulaner Spezi Trikot und The Real Loser Project von Hunter Hess
Die fantastische Welt des modernen Merchandising: „Real Loser Project“ als Stinkefinger an Trump und das rasend schnell ausverkaufte Spezi-Trikot






