Dass die EU nun ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland vorbereitet, zeigt noch einmal, wie lange der unselige Krieg in der Ukraine schon dauert und wie schwer sich Europa mit seiner Antwort darauf tut.Zum Teil ist eine ständige Aktualisierung der Maßnahmen unvermeidlich, wie etwa im Fall der russischen Schattenflotte. Auf die entsprechende EU-Liste müssen immer neue Schiffe gesetzt werden, es ist ein Katz-und-Maus-Spiel.Orbán war nicht an allem schuldAber es gibt auch immer wieder Faktoren, die nicht direkt mit der Ukraine zu tun haben und die dazu führen, dass die EU nicht jedes Mittel nutzt. Dienstleistungen für Schiffe mit russischem Öl lässt sie einstweilen noch zu, weil wegen der Blockade der Straße von Hormus Sorge über einen weiteren Anstieg des Ölpreises herrscht.Schon zu Bidens Zeiten war das ein Problem der westlichen Strategie, und damals wie heute profitiert Putin davon. Zur Wahrheit gehörte schon immer, dass nicht an jeder Verzögerung oder Zögerlichkeit in Brüssel Orbán schuld war.Allerdings wird sie keinen nennenswerten Einfluss auf Putins Kalkül haben, so wie die europäischen Sanktionen insgesamt eher langfristig Wirkung haben. Es ist keine allzu gewagte Wette, dass es auch ein 22. Sanktionspaket der EU geben wird.
Ein Einreiseverbot für russische Soldaten wäre sinnvoll
Die EU will russischen Soldaten die Einreise verbieten. Das wäre eine sinnvolle Schutzmaßnahme, aber sie wird das Putins Kalkül nicht verändern.














