Die erste stabile Version der quelloffenen Web-Office-Suite Euro-Office ist veröffentlicht. Das gaben die federführenden Projektpartner Nextcloud und Ionos bekannt. Mit Euro-Office sollen Unternehmen, Behörden und andere Organisationen gemeinsam Dokumente, Tabellen und Präsentationen erstellen, bearbeiten und sich von proprietären Angeboten wie Microsoft Office oder Google Docs unabhängig machen können.
„Unsere oberste Priorität war es, eine Version bereitzustellen, mit der die Nutzer tatsächlich arbeiten können. Zunächst haben wir dafür den Code bereinigt, einige Sicherheitsupdates implementiert und Euro Office in bestehende Lösungen integriert“, fasst Nextcloud-Chef Frank Karlitschek den Projektstand zusammen. Lokale Desktop- und Mobilanwendungen gibt es noch nicht, sie stehen als nächster Schritt auf der Liste. Die vollständige Unterstützung offener Standards wie ODF habe ebenfalls Priorität. „Dies wird bei der nächsten Version ganz oben auf der Agenda stehen“, so Karlitschek.
Euro-Office soll zunächst vor allem in Kollaborations-Tools der Partner als Office-Modul Einzug finden. Neben Ionos und Nextcloud sind auch noch Eurostack, XWiki, OpenProject, Soverin, Abilian, BTactic, Open-Xchange und Office.eu als Partner des Projekts mit an Bord. Ionos und Nextcloud bauen eigener Aussage nach ein Entwicklungsteam für Euro-Office auf, erste Stellen seien schon besetzt.
















