Eine Drogenbande soll mehrere Jahre lang tonnenweise Kokain über Scheinfirmen nach Europa geschmuggelt und damit Millionengewinne gemacht haben. 27 Wohn- und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden seien deshalb durchsucht worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, das Zollfahndungsamt und die Polizei mit . Dabei wurden drei Tatverdächtige im hessischen Herborn sowie in Amersfoort und Assen in den Niederlanden festgenommen.

Bei den Festgenommenen handele es sich um zwei Niederländer im Alter von 59 und 56 Jahren sowie einen 53-jährigen türkischen Staatsangehörigen. Beschuldigt seien zudem zwei weitere Menschen im Alter von 57 und 26 Jahren. Die beiden sind den Angaben zufolge aber bereits in Haft.Die Beschuldigten sollen zwischen Juni 2024 und Januar 2026 Teil einer international agierenden kriminellen Organisation gewesen sein. Diese soll Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika über Luftfracht und Containerschiffe eingeführt haben.

Scheinfirmen in Niedersachsen und HessenDafür sollen Mitglieder der Organisation bereits bestehende Firmen faktisch übernommen und als Scheinfirmen genutzt haben, um den illegalen Kokainschmuggel zu verschleiern, hieß es. Die Firmen hatten demnach ihren Sitz in Braunschweig und Isernhagen in Niedersachsen sowie in Karben und in Dreieich in Hessen. Als Geschäftsführer waren den Ermittlungen zufolge Strohpersonen eingesetzt, die die Kokainlieferungen koordinierten.