PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBundeskriminalamtSchlag gegen Kokain-Netzwerk – Polizei nimmt mutmaßliche Drahtzieher in Norddeutschland festStand: 13:07 UhrLesedauer: 2 MinutenBeutel mit Kokain bei einer Pressekonferenz des Zollkriminalamts Anfang JuniQuelle: Rolf Vennenbernd/dpaErmittler gehen gegen international organisiertes Drogennetz vor – Beschuldigte sollen über Firmenkonstrukte tonnenweise Kokain über Nordseehäfen eingeschleust haben.Mit einem großangelegten Zugriff ist Ermittlern in Norddeutschland ein Schlag gegen ein mutmaßlich international agierendes Drogennetzwerk gelungen. In einer koordinierten Aktion haben die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg und das Bundeskriminalamt mehrere Verdächtige festgenommen und zahlreiche Objekte durchsucht.Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen nach Angaben der Behörden insgesamt zehn Beschuldigte, von denen drei auf Grundlage von Haftbefehlen festgenommen wurden. Die Festnahmen erfolgten in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Ihnen wird bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in mehreren Fällen vorgeworfen.Lesen Sie auchZeitgleich durchsuchten Ermittler mit Unterstützung von Bundespolizei, Zoll sowie mehreren Landespolizeien insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsgebäude. Neben umfangreichen Beweismitteln wie Mobiltelefonen, Computern und Frachtunterlagen wurden auch Vermögenswerte in sechsstelliger Höhe sichergestellt.Kokain über Container – Tarnung durch Fruchthandel Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die mutmaßlichen Täter ein Netzwerk aus Importfirmen aufgebaut haben, um große Mengen Kokain aus Südamerika nach Europa zu bringen. Der Transport erfolgte demnach vor allem über Frachtcontainer, die über Nordseehäfen nach Deutschland gelangten.Bemerkenswert ist dabei die Struktur: Die Beschuldigten nutzten laut Ermittlern gezielt ihre Tätigkeit im internationalen Fruchthandel, um die Drogentransporte zu verschleiern. Neben real existierenden Firmen sollen auch Scheinfirmen eingesetzt worden sein, um den Eindruck legaler Handelsgeschäfte zu erzeugen.Lesen Sie auchDie Behörden sehen darin ein typisches Muster moderner, international organisierter Rauschgiftkriminalität. „Ein hoher Organisationsgrad und der Missbrauch legaler Wirtschaftsstrukturen gehören inzwischen zur standardisierten Vorgehensweise“, heißt es aus Ermittlerkreisen.Die Ermittlungen reichen über Deutschland hinaus. Teile des mutmaßlichen Netzwerks sollen auch in der Schweiz ansässig sein, wo ebenfalls Beweismaterial gesichert wurde. Die Kooperation mit internationalen Strafverfolgern spielte nach Behördenangaben eine zentrale Rolle bei der Aufklärung der Strukturen.Die drei festgenommenen Beschuldigten sollen zeitnah einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen gegen weitere Verdächtige dauern an.dfe
Bundeskriminalamt: Schlag gegen Kokain-Netzwerk – Polizei nimmt mutmaßliche Drahtzieher in Norddeutschland fest - WELT
Ermittler gehen gegen international organisiertes Drogennetz vor – Beschuldigte sollen über Firmenkonstrukte tonnenweise Kokain über Nordseehäfen eingeschleust haben.







