PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHamburgPolizei beschlagnahmt über 80 Kilo Kokain – Verdächtige bei Großeinsatz festgenommenStand: 15:23 UhrLesedauer: 2 MinutenEin aufgebrochener Block Kokain (Symbolfoto)Quelle: Rolf Vennenbernd/dpaErmittler des Drogendezernats schlagen in Hamburg-Wilhelmsburg und Eimsbüttel zu: Acht Personen wurden wegen des Verdachts auf bandenmäßig organisierten Kokainhandel vorläufig festgenommen. Bei dem Zugriff wurde ein Warnschuss durch die Polizei abgegeben.Die Hamburger Polizei hat nach eigenen Angaben einen mutmaßlich arbeitsteilig organisierten Kokainhandel in großem Stil aufgedeckt und dabei mehr als 80 Kilogramm Kokain sichergestellt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden bereits am Montag in Hamburg-Wilhelmsburg sieben Männer und eine Frau vorläufig festgenommen. Die Beschuldigten stehen demnach im Verdacht, gemeinschaftlich mit nicht geringen Mengen Kokain gehandelt zu haben. Die Ermittlungen laufen beim Drogendezernat des Landeskriminalamts, dem LKA 62, gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft weiter.Ausgangspunkt des Zugriffs waren nach Angaben der Polizei laufende Ermittlungen gegen eine Gruppe von insgesamt acht Verdächtigen. Dabei handelt es sich laut Mitteilung um sieben Männer im Alter von 20 bis 49 Jahren sowie eine 22 Jahre alte Frau. Unter den Männern seien drei deutsche Staatsangehörige im Alter von 20, 23 und 30 Jahren, zwei Bulgaren im Alter von 20 und 49 Jahren, ein 45-jähriger Türke sowie ein 22-jähriger Afghane. Die Frau ist laut Polizei Deutsche. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, beim Handel mit Kokain arbeitsteilig vorgegangen zu sein.Lesen Sie auchAm Montagvormittag beobachteten Ermittler demnach, wie im Stadtteil Wilhelmsburg aus einem Lastwagen zwei Paletten einer Frachtsendung umgeladen wurden. Anschließend sei die Ladung an einem anderen Ort umgepackt worden. In diesem Moment griffen die Einsatzkräfte zu. Sechs Männer wurden vorläufig festgenommen. Nach Polizeiangaben versuchten einzelne Verdächtige zu flüchten. In diesem Zusammenhang gab ein Beamter einen Warnschuss in die Luft ab. Verletzt wurde dabei laut Mitteilung niemand.Durchsuchung in EimsbüttelDer entscheidende Fund folgte direkt bei der Kontrolle der Frachtsendung: In den Paletten entdeckten die Einsatzkräfte rund 80 Kilogramm Kokain. Die Drogen wurden sichergestellt. Für die Ermittler ist das ein bedeutender Schlag gegen den mutmaßlichen Drogenhandel in Hamburg.Zeitgleich vollstreckten weitere Beamte in Eimsbüttel einen Durchsuchungsbeschluss, den das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen hatte. Dort nahmen die Einsatzkräfte die 22-jährige Frau sowie einen 20-jährigen Deutschen vorläufig fest. In der Wohnung fanden die Polizisten nach eigenen Angaben unter anderem 71 Verpackungseinheiten mit Kokain sowie rund 1000 Euro Bargeld. Auch diese Gegenstände wurden sichergestellt.Lesen Sie auchIm weiteren Verlauf wurden die Tatverdächtigen den polizeilichen Maßnahmen unterzogen. Der 20-jährige Deutsche aus der Wohnung in Eimsbüttel wurde anschließend wieder entlassen. Gegen die übrigen Verdächtigen wurde weiter ermittelt. Ein Haftrichter erließ inzwischen Haftbefehle gegen sechs Männer. Bei der 22-jährigen Frau konnte sich der Tatverdacht nach Polizeiangaben nicht erhärten, sie kam daher wieder auf freien Fuß.dfe