PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltVerteidigung des Todesfahrers: Keine SicherungsverwahrungStand: 10:57 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Prozess gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt wird unter hohen Sicherheitsvorkehrungen geführt. Der Angeklagte sitzt in einer Glaskabine.Quelle: Peter Gercke/dpaSechs Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Der Prozess um den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt nähert sich dem Ende. Die Verteidigung hat plädiert, der Angeklagte holt weit aus.Die Verteidigung des Todesfahrers vom Magdeburger Weihnachtsmarkt sieht keine Grundlage für die Anordnung einer Sicherungsverwahrung zusätzlich zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe für den Angeklagten. Anders als die Generalstaatsanwaltschaft und die Nebenkläger halte er die Fahrt über den Weihnachtsmarkt für eine einheitliche Tat und nicht für vier unmittelbar aufeinander folgende Taten, sagte Rechtsanwalt Thomas Rutkowski im Landgericht Magdeburg. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte in ihrem Schlussvortrag argumentiert, der Angeklagte habe mit jedem Abbiegevorgang einen neuen Tatentschluss gefasst.Rutkowski kritisierte, im Prozess seien Fragen offen geblieben. Unter anderem seien Steuergeräte aus dem Tatfahrzeug ausgebaut und nicht untersucht worden. Auch vom Angeklagten aufgeworfene Fragen rund um eine Flüchtlingshilfeorganisation seien offen geblieben. Der Verteidiger sagte, das Gericht möge ein gerechtes Urteil fällen.Verteidiger kritisiert GlaskastenDer Verteidiger kritisierte zudem als unverhältnismäßig und als gegen die Grundsätze eines fairen Verfahrens verstoßend, dass der Angeklagte den Prozess aus einem Glaskasten heraus verfolgen musste. Rutkowski wies zudem dazu hin, dass sein Mandant mehrfach als «Kreatur» bezeichnet worden ist aus den Reihen der Nebenkläger. Sie hätten ihre Verachtung für den Angeklagten zum Ausdruck gebracht.
Verteidigung des Todesfahrers: Keine Sicherungsverwahrung - WELT
Sechs Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Der Prozess um den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt nähert sich dem Ende. Die Verteidigung hat plädiert, der Angeklagte holt weit aus.















