Im Burgenland wachsen grosse Rotweine. Getty Images Rüdiger S. aus B. will wissen, warum die vielfältigen Rotweine aus Österreich in der Schweiz eher ein Nischen-Dasein fristen würden. Welche Gewächse sollte man unbedingt einmal verkosten?Viele nehmen Österreich als Weissweinland wahr. Das entspricht nicht mehr ganz den Tatsachen, denn die Rotweine nehmen an Bedeutung zu. Heute machen die entsprechenden Sorten 30 Prozent der Rebfläche aus. Waren früher konzentrierte, alkoholreiche Gewächse produziert worden, so stehen jetzt vermehrt eigenständige, elegante Herkunftsweine im Vordergrund.Der Klimawandel verändert das Bild des österreichischen Weines. Das wärmere und trockene Klima führt dazu, dass im Land langsam, aber sicher zunehmend mehr rote Sorten angebaut werden. Man müsse Österreich ähnlich wie das Burgund sehen, sagte einst die Winzerin Dorli Muhr aus dem Carnuntum. Weisse und Rote auf Augenhöhe – das entspreche der heutigen Realität.Muhr selbst erzeugt erstklassige, äusserst finessenreiche Rotweine aus der einheimischen und hochwertigen Sorte Blaufränkisch. Statt einzelne Weine nenne ich lieber weitere exzellente Produzenten wie etwa Paul Achs, Wachter-Wiesler, Moric oder Krutzler, die alle im Burgenland zu Hause sind. Neben Blaufränkisch sind namentlich Zweigelt und St. Laurent als weitere Varietäten zu beachten. Erstere ergibt fruchtbetonte, zugängliche Weine, zweitere komplexe Beispiele, sofern die Erträge reduziert werden.Fragen an: peter.keller@nzz.ch. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Warum sind österreichische Rotweine hierzulande so wenig bekannt?
Warum sind die vielfältigen Rotweine aus Österreich in der Schweiz wenig bekannt? Welche Gewächse sollte man unbedingt einmal verkosten?








