Kurz vor dem für diese Woche erwarteten Börsengang von SpaceX hat Firmenchef Elon Musk (54) die Pläne ​für Rechenzentren im Weltall konkretisiert. In einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Video sagte Musk, man ‌wolle vermitteln, dass für die Pläne „keine Magie nötig“ sei. „Ein Großteil davon ist Technologie, die wir bereits für die Starlink-V3-Satelliten entwickelt haben“, erklärte er.

Musk und SpaceX-Ingenieur Ian Dahl skizzierten Pläne für KI-Satelliten, die als Rechenknoten im Orbit fungieren, mit Sonnenenergie betrieben und ​durch Wärmeabstrahlung in den Weltraum gekühlt werden sollen. Dies könnte helfen, die zunehmenden Energieengpässe irdischer ⁠KI-Anlagen ⁠zu umgehen.Der erste geplante KI-Satellit soll eine Spitzenleistung von etwa 150 Kilowatt und eine Dauerrechenleistung von 120 Kilowatt liefern. Musk zufolge entspricht dies in ‌etwa einem einzelnen GB300-KI-Server-Schrank von Nvidia, der in der ​Spitze rund 140 ‌Kilowatt verbraucht. Da die Satelliten keine großen Antennen für die Breitbandkommunikation benötigen, seien sie laut Dahl einfacher aufgebaut als bisherige Starlink-Modelle. Das vollständig wiederverwendbare Design der Starship-Rakete werde es schließlich ermöglichen, die für ‌das orbitale Computing benötigten großen Mengen an Solarmodulen, Radiatoren und Computerchips ins All zu bringen, teilte das Unternehmen mit.