Präsidenten-Stichwahl in Peru: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sánchez und Keiko

Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt der Linke Sánchez knapp vorne. Die Diktatorentochter Keiko hat aber bessere Chancen bei noch fehlenden Auslandsstimmen.

Gerade vorne: Roberto Sanchez in Perus Hauptstadt Lima

afp/taz | Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru ist der Ausgang auch nach Auszählung fast aller Wahlzettel ungewiss: Nach Auswertung der Stimmen von mehr als 95 Prozent der Wahllokale lag der linksgerichtete Roberto Sánchez am Montag nach offiziellen Angaben hauchdünn vor seiner konservativen Rivalin Keiko Fujimori. Sánchez kam demnach auf 50,111 Prozent der Stimmen, während Fujimori mit 49,899 Prozent knapp dahinter lag. Sánchez lag damit knapp 40.000 Stimmen vor Fujimori.

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl hatte kei­n:e Kan­di­da­t:in dominiert. Fujimori hatte mit nur 17,2 Prozent die meisten Stimmen geholt. Sánchez hatte mit 12,04 Prozent nur hauchdünn vor dem Drittplazierten gelegen und war damit in die Stichwahl eingezogen.