Die ARD hat ihren Townhall-Abend mit Lars Klingbeil direkt im Anschluss an die WM-Dokumentation „Spielfeld der Macht“ platziert, in der Ex-Nationalspieler Jürgen Klinsmann erklärt, die Aufgabe der deutschen Mannschaft in den USA sei es, „das Turnier zu gewinnen und keine politischen Botschaften zu senden“. Moderator Louis Klamroth greift das auf und fragt Klingbeil, der als großer Fußballfan vorgestellt wird, ob das Team „deutlich Haltung gegen Trump“ zeigen solle.
Der SPD-Chef und Vizekanzler wiegelt ab: Politiker und Sportfunktionäre könnten ihre Haltung haben, die Spieler sollten das Turnier genießen und gewinnen. Jedoch gewinne er „gerne gegen die USA und erst recht gegen die USA von Donald Trump“.
Ob Klingbeil selbst an diesem Abend „Haltung zeigen“ würde, zu den desaströsen Umfragewerten der Bundesregierung, des Bundeskanzlers Friedrich Merz und zu den Diskussionen um einen möglichen Kanzlertausch Stellung bezieht, sollte sich noch herausstellen.
Klingbeil sieht keinen Generationenkonflikt
120 vom Sender ausgewählte Bürger aus dem ganzen Land durften den SPD-Vorsitzenden im Townhall-Format der Sendung befragen. Was folgte, war ein langer Abend mit erstaunlich wenig Reibung. Dafür wurde umso mehr geschwitzt. Buchstäblich.










