Russland und Belarus haben ihre nukleare Drohkulisse im Ukrainekrieg verschärft. Beide Länder seien zur Gewährleistung ihrer Sicherheit »jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel, einschließlich Atomwaffen, einzusetzen«, sagte der russische Vizeaußenminister Michail Galusin der regierungsnahen Zeitung »Iswestija«. Man bleibe in ständiger Bereitschaft, um die Sicherheit des aus beiden Ländern bestehenden Unionsstaates zu ‌gewährleisten.

Galusin verwies darauf, dass Russland eine militärische Präsenz in Belarus unterhalte. Beide Staaten führten regelmäßig gemeinsame Übungen und Bereitschaftsprüfungen durch. Diese Kooperation sei darauf ausgerichtet, »jeden potenziellen Aggressor« abzuschrecken, der die Sicherheit Russlands oder Belarus bedrohe.Die Aussagen fügen sich in eine Reihe von Drohungen aus Moskau ein, in denen seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder auf das russische Atomarsenal verwiesen wird. Präsident Wladimir Putin und andere Vertreter des Regimes haben bereits mehrfach angedeutet, dass Russland im Extremfall auch Nuklearwaffen einsetzen könnte, sollte es sich existenziell bedroht sehen.