Klaus BardenhagenRussland: Sind mit Belarus notfalls zu Atomwaffeneinsatz bereit Russland und Belarus sind zur Gewährleistung ihrer Sicherheit nach russischen Angaben jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel einschließlich Atomwaffen einzusetzen. Dies sagt der russische Vize-Außenminister Michail Galusin der Zeitung „Iswestija“. Russland unterhalte eine militärische Präsenz in Belarus, und beide Länder nähmen regelmäßig gemeinsame Bereitschaftsprüfungen vor, erklärt er weiter. Man bleibe in ständiger Bereitschaft, um die Sicherheit des aus beiden Ländern bestehenden Unionsstaates zu gewährleisten.Klaus BardenhagenTote in Tschuhujiw Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschuhujiw in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs drei Menschen getötet. Rettungskräfte seien im Einsatz, um ein Feuer zu löschen, teilt Oleh Synjehubow über Telegram mitLena SpilgerSelenskyj: Positives Gespräch mit US-Gesandten Witkoff und KushnerDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein positives Gespräch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Beilegung des Kriegs geführt. Er sei dankbar für die Bereitschaft, in den kommenden Wochen aktiv an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten, schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Die von den USA vermittelten Verhandlungen stocken derzeit, da sich die Regierung in Washington auf den Iran-Konflikt konzentriert. Selenskyj betont jedoch, das gemeinsame Ziel eines Friedens in Europa bleibe auf der Tagesordnung. Zudem habe man über die Aussichten auf Gespräche beim kommenden G-7-Gipfel im französischen Evian gesprochen.Ukrainische Luftangriffe stören Treibstoffversorgung Eine Zunahme von Luftangriffen auf russische Energie- und Treibstoffanlagen beeinträchtigt die Treibstoffversorgung in mehreren südlichen Regionen Russlands. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Energieministerium. Tote und Verletzte nach russischen AngriffenDurch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens drei Zivilisten getötet worden. Bei einem Drohnenangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen ums Leben gekommen, teilte Militärgouverneur Iwan Fedorow bei Telegram mit. Weitere 15 Menschen wurden demnach verletzt. Die Industriestadt ist rund 25 Kilometer von der Front entfernt.Im nordostukrainischen Gebiet Sumy starb ein Mann bei einem russischen Angriff mit Mörsern und Drohnen. Er sei auf einem Fahrrad in der Gemeinde Seredyna-Buda unterwegs gewesen, teilte Gouverneur Oleh Hryhorow mit. Die Gemeinde befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Russland.In der Ostukraine sind Behördenangaben nach zudem mindestens sieben Menschen verletzt worden. Auf die Stadt Slowjansk seien drei Bomben abgeworfen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es habe Schäden an Verwaltungsgebäuden, einer medizinischen Einrichtung und mehreren Wohnhäusern gegeben. Bis zur Front sind es von Slowjansk aus nur etwa 18 Kilometer. Moskau lässt Europäer und Ukraine abblitzenDie russische Führung hat ablehnend auf die neue Initiative der Ukraine und führender europäischer Staaten für Verhandlungen über ein Ende des Ukrainekrieges reagiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf den europäischen Staaten Doppelzüngigkeit vor. „Macron, Starmer und Merz versuchen, von Frieden zu reden, und unterstreichen zugleich ihre Absicht, das Kiewer Regime bei der Produktion neuer Waffengattungen zu unterstützen, um den Krieg fortzusetzen“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Dies sei unlogisch, zeige aber die wahren Absichten in den europäischen Hauptstädten.Der russische Präsident Wladimir Putin habe seine Haltung zu neuen Verhandlungen schon vergangene Woche beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg klargemacht, sagte Peskow. Die Ukraine begehe derzeit „terroristische Verbrechen“, was es schwer mache, sich irgendeine Vereinbarung mit ihr vorzustellen, zitierte Peskow den Kremlchef.Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine hatten Putin am Sonntagabend nach einem Gipfeltreffen in London zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen.Bundesregierung: „Mit neuer Wucht“ um Ukraine-Verhandlungen bemühen Deutschland und seine europäischen Partner wollen sich nach Angaben der Bundesregierung „mit neuer Wucht“ um eine Beendigung des Ukrainekriegs bemühen. „Wir sind in einer Phase der Neuorientierung, auch angesichts einer neuen, veränderten Situation in der Ukraine selbst und an der Front“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. Bei einem Treffen in London hatten sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien am Sonntag für direkte Waffenruhe-Gespräche zwischen Moskau und Kiew ausgeprochen. „Neu ist auch, dass wir den Verhandlungsprozess, den die USA maßgeblich geleitet haben, aufnehmen und weiterführen“, sagte der Regierungssprecher. Dies geschehe in enger Abstimmung mit den USA und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölanlagen Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das Öldepot Gruschowa angegriffen. Dieses gehöre zum russischen Ölterminal Schescharis in der Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk, teilte der ukrainische Generalstab mit. Zudem meldete er einen Angriff auf eine Pumpstation für Pipelines in der Region Wolgograd. An beiden Anlagen seien Brände ausgebrochen. Drohnentrümmer in Moldau nahe ukrainischer Grenze entdeckt In der Republik Moldau wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums Trümmer einer Drohne auf einem Feld unweit der ukrainischen Grenze gefunden. Überwachungssysteme hätten das Eindringen des Fluggeräts in der Nacht registriert. Die Herkunft werde noch untersucht, erklärte das Ministerium, verwies jedoch auf einen nächtlichen russischen Angriff in der benachbarten Ukraine. Präsidentin Maia Sandu fordert angesichts wiederholter Luftraumverletzungen die Anschaffung von Abfangdrohnen. Ukraine meldet Rückeroberung von mehr als 600 Quadratkilometern Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben von Armeechef Oleksandr Syrskyj seit Anfang 2026 mehr als 600 Quadratkilometer Land von Russland zurückerobert. Allein im Mai habe die Ukraine 100 Quadratkilometer mehr unter ihre Kontrolle gebracht, als sie verloren habe, teilte Syrskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Wo genau die Geländegewinne erzielt wurden, ließ er offen. NATO-Kampfflugzeuge schießen erstmals Drohne über Lettland ab Französische NATO-Kampfflugzeuge haben über Lettland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes eingedrungen war. Dies teilten die Streitkräfte des an Russland und Belarus grenzenden Landes mit. Nach Armeeangaben soll es sich dabei um ein ausländisches Flugobjekt gehandelt haben, das infolge „russischer elektromagnetischer Kriegsführung“ in den lettischen Luftraum eingetreten war. Nähere Angaben zur Herkunft und Art des Flugkörpers gab es zunächst nicht. Die lettische Außenministerin Baiba Braže bedankte sich am Montag im Onlinedienst X bei den „französischen Verbündeten, dass sie die Drohne abgeschossen haben, die in den lettischen Luftraum eingedrungen ist“. Es handelt sich um den ersten Abschuss dieser Art über Lettland. Im baltischen Nachbarland Estland wurde bereits im Mai eine Drohne von NATO-Flugzeugen abgeschossen. In Lettland hatten die Behörden zuvor die Bewohner mehrerer Regionen im Osten des Landes über eine mögliche Bedrohung des Luftraums informiert. In zwei davon wurde die Bevölkerung aufgefordert, Schutz zu suchen. Der Alarm wurde nach dem Abschuss der Drohne aufgehoben. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Mindestens vier Tote nach russischen Angriffen | FAZ
Wieder russische Angriffe auf die Ukraine +++ NATO-Kampfflugzeuge schießen erstmals Drohne über Lettland ab +++ alle Neuigkeiten im Liveblog






