Venedig am Abend, die Sonne überzieht das Dach der Chiesa del Volto Santo mit letztem Glanz, auf ihrem Turmkreuz landet eine Möwe und starrt nach Süden. Der Riesensaal im zweiten Stock des Palazzo Diedo ist jetzt in wunderbar pfirsichfarbenes Licht getaucht, doch Stephen Dillane und Connor Lovett robben noch immer verbal mit ihrem Jutesack voller Fischkonserven durch den Schlamm, kreisen um das Rätsel ihrer einsamen und zugleich multiplen Existenz: „Vor Pim schon lange vor Pim unendliche Zeiträume allerlei Gedanken dieselbe Familie vielfältige Zweifel Gefühle ja Gefühle …“
Ein Text, zwei Schauspieler, sechs Stunden: Becketts "How it is" in Venedig
Das hätte Samuel Beckett gefallen: Conor Lovett und Stephen Dillane durchkriechen seinen Text „How it is“ über den Wahnsinn menschlicher Existenz.






