Die Zahl der Drohnenereignisse an deutschen Flughäfen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) berichtet. Die Schäden für die Luftfahrtindustrie stiegen 2025 in Millionenhöhe.
Dem Luftfahrtbundesamt (LBA) seien im vergangenen Jahr 226 Drohnenereignisse gemeldet worden, teilt das DLR mit. Darunter seien 116 relevante Störfälle an insgesamt 25 Verkehrsflughäfen gewesen. Die schwersten Zwischenfälle gab es im Juli in Frankfurt und im Oktober in München, wo nach einem schweren Drohnenzwischenfall der Flugverkehr mehrere Tage lang eingeschränkt war.
Solche Zwischenfälle stören die eng getakteten Umlaufpläne und haben wirtschaftliche Konsequenzen für Airlines und Flughäfen: In München etwa mussten mehr als 30 Flüge umgeleitet oder gestrichen werden. Beinahe 10.000 Passagiere waren betroffen. Für das Jahr 2025 beziffert das DLR den betriebswirtschaftlichen Schaden auf mindestens 60 Millionen Euro. Werden Folgekosten etwa durch Umlaufstörungen und Verzögerungen einberechnet, steige der Schaden auf bis zu 160 Millionen Euro.
Das ist eine dramatische Steigerung gegenüber dem Vorjahr: 2024 wurden dem LBA 118 Störfälle gemeldet. Darunter waren lediglich neun, die zu einer vollständigen Einstellung des Flugbetriebs führten. So schwere Störfälle wie in München gab es nicht. Entsprechend war der Schaden mit rund einer halben Million Euro deutlich geringer.










