Die wachsende Zahl von Drohnenflügen in der Nähe von deutschen Flughäfen führt für die Luftfahrt zu rasant steigenden Kosten. Im vergangenen Jahr wurden 226 Drohnensichtungen gemeldet, zeigt eine Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Davon führten 116 der Vorfälle zu Voll- und Teilsperrungen an 25 Flughäfen, die Kosten für den Luftverkehr beliefen sich auf geschätzt 60 Millionen Euro. Berücksichtige man Folgekosten aus Verzögerungen und gestörten Umläufen sowie Flugannullierungen wegen Drohnensichtungen, steige der Schaden auf bis zu 160 Millionen Euro.
»Bereits kurze Störungen lösen im hochvernetzten Luftverkehrssystem beträchtliche Folgewirkungen aus«, sagt Florian Linke, kommissarischer Direktor des DLR-Instituts für Luftverkehr. Gerade bei längeren oder wiederholten Vorfällen stiegen die Kosten sprunghaft.Drehkreuze besonders betroffen70 Prozent aller Flugumleitungen wegen von Drohnensichtungen gingen auf umfangreiche Störfälle an Drehkreuzen wie München und Frankfurt am Main zurück, heißt es in der Studie, die auf Daten des Luftfahrt-Bundesamts basiert. Im Oktober hatte es mehrtägige Einschränkungen am Flughafen München wegen Drohnenüberflügen gegeben, rund 10.000 Passagiere waren betroffen. Auch am Flughafen Frankfurt kam es im Juli 2025 zu einem großen Vorfall.








