Die Europäische Union hat schärfere Regeln für Stahlimporte beschlossen. Damit wollen die EU-Staaten den europäischen Markt vor globaler Überproduktion und billiger Konkurrenz insbesondere aus China, Indien und der Türkei schützen.Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze überschreiten, sollen mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher.
Dennoch sei der EU-Markt wegen der Importbeschränkungen anderer Staaten und der globalen Überkapazitäten zum Hauptabnehmer des weltweiten Stahlüberschusses geworden. Dies habe zu einer geringen Kapazitätsauslastung und hohen Produktionskosten in der EU geführt. Bis 2027 werde mit einem Anstieg der weltweiten Stahl-Überkapazitäten auf 721 Millionen Tonnen gerechnet – mehr als dem Fünffachen des jährlichen Verbrauchs der EU.











