Es ist vollendet! Nach jahrelanger Durststrecke konnte Alexander Zverev am Sonntag erstmals einen der wichtigsten Titel im Tennis gewinnen. Der 29-jährige Hamburger hatte zuvor die ATP Finals sowie mehrere Masters-1000-Turniere gewonnen und sogar olympisches Gold geholt – doch ein Grand-Slam-Titel fehlte seiner Erfolgsbilanz bis zuletzt. Den Spitznamen des „Unvollendeten“ legt er also endgültig ab. In einem Fünf-Satz-Krimi setzte sich Zverev gegen den Italiener Flavio Cobolli durch und sicherte sich nach über vier Stunden den ersten Sieg bei den French Open. Der Triumph ist dabei nicht nur für Zverev selbst historisch, sondern auch für die deutsche Tenniswelt insgesamt: Es ist der erste Grand-Slam-Titel für Deutschland bei den Herren seit Boris Beckers Erfolg im Jahr 1996 in Australien.
„Besten Spieler ohne Grand Slam“ gibt’s nicht mehr
Um genauer zu verstehen, warum der Titel für Zverev von solch großer Bedeutung ist, dass er sich nach fünf Sätzen auf den staubigen Ascheboden wirft und in Tränen ausbricht, lohnt ein Blick in seine Vergangenheit. Über Jahre hinweg galt er als begnadeter Tennisspieler, konnte jedoch das Etikett des „besten Spielers ohne Grand Slam“ nicht ablegen. Immer wieder wurde ihm nachgesagt, in den entscheidenden Momenten nicht durchzuziehen und die Nerven zu verlieren. Genau deshalb gilt der Sieg schon jetzt wohl als Höhepunkt seiner Karriere.











