Drei Studierende der University of Britisch Columbia (UBC) haben einen Zwei-Spieler-Airhockey-Tisch weiterentwickelt. Der von einer Künstlichen Intelligenz (KI) angesteuerte KI-Spieler ist ausschließlich in einer Simulation trainiert worden, wie sie in einem Paper (PDF) erläutern. Die KI kann auf unerwartete Bedingungen wie etwa unvorhersehbares Abprallverhalten des Pucks reagieren und ist durchschnittlichen menschlichen Spielern überlegen.

Beim vor allem in den USA beliebten Airhockey-Spiel versuchen zwei Spieler, einen Puck auf einem Spieltisch mittels eines runden Schlägers in das gegnerische Tor zu schießen. Der Puck gleitet dabei auf einer glatten oder von Luft durchströmten Oberfläche, die die Reibung möglichst gering hält. Dadurch erreicht der Puck hohe Geschwindigkeiten, denn er wird zusätzlich durch elastische Außenbanden dauerhaft im Spiel gehalten. Gewonnen hat der Spieler, der zuerst sieben Tore und damit sieben Punkte erzielt hat.

Dem KI-Spieler das Mitspielen ermöglichen

Um einen Airhockey-Spieltisch zu entwickeln, der einen KI-Spieler umfasst, sind einige Herausforderungen zu bewältigen. Zunächst muss die Spielsituation erfasst werden. Dies geschieht über eine oberhalb des Tischs angebrachte Kamera, die mit 120 FPS arbeitet. Um die jeweilige Position des Pucks schnell erfassen zu können, verwenden die Studierenden helle LEDs nahe der Linse und ein reflektierendes Klebeband am Puck. Dadurch erhalten sie klare und scharfe Bilder bei extrem kurzen Belichtungszeiten von lediglich 100 ms, sodass die Position des Pucks genau bestimmt werden kann. Das geschieht auf etwa einen Millimeter genau.