Abkehr vom Mythos als «Hitlers erstes Opfer»: wie die Waldheim-Affäre Österreich zwang, sich seiner Geschichte zu stellenJahrzehntelang blendete Österreich die eigene Mitschuld am Nationalsozialismus und am Holocaust aus. Die Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsidenten brachte diese Lebenslüge vor vierzig Jahren zum Einsturz.08.06.2026, 05.30 Uhr6 LeseminutenDer frühere Uno-Generalsekretär Kurt Waldheim bewirbt sich 1986 um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten.KeystoneDie Ausgabe des Nachrichtenmagazins «Profil», die in Österreichs Geschichte einging, zeigte auf der Titelseite das Matterhorn und einen Mann mit Armbrust und Käselaib auf dem Kopf. «Vorbild Schweiz?», fragte die Coverstory – ein wiederkehrendes Thema im Nachbarland. Den Artikel, der in den folgenden Wochen weltweit Schlagzeilen machen sollte, riss die Redaktion auf der Frontseite dagegen nur an. «Waldheim und die SA», hiess es lapidar in der oberen Ecke.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Eva Menasse über eine journalistische Bombe, die ganz sachlich gezündet wurde: Wie Hubertus Czernin die NS-Vergangenheit von Kurt Waldheim sezierte. https://t.co/raoRFmpgiO— profil (@profilonline) June 8, 2025