Die im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs stark gestiegenen Kerosinpreise dürften dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge weitere Airlines in die Pleite treiben. „Ich fürchte leider, dass einige Fluggesellschaften mit diesen hohen Treibstoffpreisen nur sehr schwer zurechtkommen werden“, sagte IATA-Chef Willie Walsh (64) am Samstag am Rande der Jahrestagung des Verbands in Rio de Janeiro der Nachrichtenagentur Reuters. Er erwarte, dass einige Unternehmen aufgeben müssten und andere von größeren Konkurrenten übernommen würden.Airlines weltweit kämpfen mit höheren Treibstoffkosten. Der Iran-Krieg hat das Angebot an Kerosin verknappt und wichtige Flugkorridore unterbrochen, was zu teuren Umwegen führt. Mit am stärksten betroffen sind Billigflieger, da ihnen margenstärkere Einnahmequellen wie Premiumklassen oder Vielfliegerprogramme fehlen. Walsh sagte, er erwarte, dass Airlines ihre Margen durch die Streichung unrentabler Strecken sichern würden. Die Flugpreise, die seit Ausbruch des Iran-Kriegs stark angestiegen sind, würden indes wohl nicht so bald wieder sinken.
United Airlines kann American nicht übernehmenDas Geschäftsmodell von Billig-Airlines sei aber nicht gescheitert, sagte Walsh. Außerhalb der USA, wo die drei großen Anbieter United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines ihre günstigeren Konkurrenten verdrängen, floriere das Modell weiterhin. Als Beispiel nannte er die starke Entwicklung von Ryanair in Europa. Mit einer möglichen Mega-Fusion in den USA rechnet Walsh nicht. Der Vorschlag von United-Chef Scott Kirby (58), den Rivalen American Airlines zu übernehmen, werde an erheblichen regulatorischen Hürden scheitern, so der IATA-Chef. Daran ändere auch nichts, dass Kirby die Idee bei US-Präsident Donald Trump (79) vorgebracht habe.














