„Gezellig“ ist es in Amsterdam, besonders im Flanierviertel Jordaan, in dem sich Cafés, Galerien und Boutiquen ganz entspannt aneinanderreihen. Das Viertel, einst von Hausbesetzern gerettet, ist berühmt für seine Postkartenkanäle, Grachten genannt. Auch wenn sich das Leben direkt am Wasser nur noch wenige leisten können – die Preise sind auch in der niederländischen Hauptstadt heftig in die Höhe geschnellt.
Was noch immer gilt: Es gibt hier mehr Räder als Einwohner, fast eine Million – nur übertroffen von der Anzahl der Touristen. Die Stadt hat, wie viele europäische Metropolen, inzwischen entschieden: Mehr als 20 Millionen Übernachtungen pro Jahr sollen es nicht werden. Ansonsten geht man für die Besucher aus aller Welt gern mit der Zeit: Zandvoort heißt jetzt „Amsterdam Beach“, das Wasserschloss Muiderslot „Amsterdam Castle Muiderslot“. Die meisten Reisenden interessieren sich für den bunten Mix, den man so nur in Amsterdam bekommt: die historisch-pittoresken „9 Straatjes“ in der Innenstadt, das Anne-Frank-Haus, an allen Ecken Architektur, Design, Shopping. Dazu das, was Amsterdam so besonders macht: viel Idylle und noch mehr Ideen.
Ein weiterer Strich auf der Touri-Checkliste: Amsterdam hat 1281 Brücken – das sind dreimal so viele wie Venedig.Am schönsten schläft man im Zentrum, zum Beispiel im „Andaz Amsterdam“ (ab 480 Euro) an der Prinsengracht. Dass das Fünfsternehaus mal eine schnöde Stadtbücherei war, sieht man dem Hotel nicht an: Designer Marcel Wanders (62; seine Möbel stehen sogar im MoMa in New York) hat sich für die Inneneinrichtung an „Alice im Wunderland“ orientiert. Sein ironisch-holländisches Design umfasst gelbe Tulpensessel und blau-weiße Waschtische in den Zimmern. Die Lage ist ideal: Mit den hoteleigenen Leihrädern (18 Euro) braucht man nur fünf Minuten zum „Rijksmuseum“, wo man van Goghs Selbstbildnis, Vermeers „Dienstmagd mit Milchkrug“ und Rembrandts „Nachtwache“ hinter Glas bestaunen kann.










