Wenn man das Brauhaus Bierfabriek verlässt und gleich um die Ecke an einer Fassade vorbeikommt, deren zinkverkleidete Wohnungen sich wie offene Streichholzschachteln herausschieben, glaubt man, einige Pilsjes zu viel intus zu haben. „The Wave“ nennt sich dieser skurrile, trunken machende Bau mit der ausgebeulten, wellenförmigen Vorderfront. Es ist nicht das einzige ungestüme Gebäude, das uns auf unserem Spaziergang durch das Zentrum von Almere in Erstaunen versetzt. Denn die jüngste Stadt der Niederlande, die erst vor fünfzig Jahren ihre ersten Einwohner empfing, hat nichts typisch Holländisches an sich, keine Windmühlenromantik, kein Grachtenidyll, keine Tulpenorgie. Dafür ist sie ein Freilichtmuseum moderner Architektur und ein Experimentierfeld für Raumplanung und nachhaltiges Wohnen noch dazu.
Almere in den Niederlanden: So gut lebt es sich am Meeresgrund
Keine Windmühlen, keine Grachten, keine Tulpen: Dafür aber überrascht Almere, die jüngste Stadt der Niederlande, mit kühner Architektur, wilder Natur und einem der aufregendsten urbanen Landwirtschaftsprojekte der Welt.







