Die Ukraine intensiviert ihre Angriffe auf Raffinerien, Depots und Pumpstationen auf russischem Staatsgebiet. Wie erfolgreich ist sie damit?07.06.2026, 05.30 Uhr2 LeseminutenAls die Teilnehmer des jährlichen Wirtschaftsforums von St. Petersburg am vergangenen Mittwoch am Tagungsort eintreffen, ist am Himmel noch immer ein schwarzer Rauchschleier zu erkennen. Er zieht aus Richtung des 17 Kilometer entfernten Erdölterminals in die Stadt, das die Ukraine Stunden zuvor mit Langstreckendrohnen angegriffen hatte. Auch die nahe Marinebasis Kronstadt war am 3. Juni Ziel ukrainischer Angriffe. Den Rauch und die Angriffe zeigen in den sozialen Netzwerken verbreitete Videos, die die NZZ verifizieren konnte.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Auf einem am selben Tag aufgenommenen Satellitenbild des US-Konzerns Vantor ist über einem Öltank noch eine schwarze Rauchwolke zu erkennen. Mindestens vier weitere Tanks wurden beschädigt, dort ist der Rauch bereits verzogen und das Resultat der Angriffe sichtbar. Auch die über die Tanks gespannten Anti-Drohnen-Netze konnten die Einschläge nicht verhindern.Neben der öffentlichkeitswirksamen Störung einer Prestige-Veranstaltung von Wladimir Putin gelang der Ukraine damit erneut ein Schlag gegen Russlands Ölinfrastruktur. Das Beispiel St. Petersburg ist nur eines von vielen ähnlich gelagerten Angriffen aus den vergangenen Wochen. Die Ukraine hat die Attacken auf Raffinerien, Depots und Pumpstationen auf russischem Staatsgebiet noch einmal verstärkt.Weitere Satellitenbilder aus den vergangenen Wochen zeigen dichte Rauchschwaden über einer Raffinerie in Rjasan, Pumpstationen in Perm und Lazarewo sowie einem Öldepot in Ust-Labinsk.Genaue Angaben zur Zahl der Angriffe variieren, je nachdem, ob sie sich auf offizielle Mitteilungen der Kriegsparteien stützen oder nur jene einbeziehen, die sich unabhängig verifizieren lassen. Mindestens 17 Ölanlagen dürften gemäss Daten von Geoconfirmed allein seit Anfang Mai getroffen worden sein, manche mehrfach, um schnelle Reparaturarbeiten zu erschweren.Russlands Einnahmen aus dem Ölexport sollen durch die Angriffe verringert werden, offenbar mit Erfolg. Sowohl das Volumen der Rohölproduktion als auch die Exportkapazitäten wurden durch die Angriffe dezimiert. Die Folgen sind aber auch in anderen Bereichen spürbar: Es kommt zu Umweltschäden, weil die Luft verschmutzt wird und Öl in Gewässer gelangt.Am besagten Wirtschaftsforum in St. Petersburg gab der Kreml erstmals öffentlich zu, dass die Fördermenge von Öl in diesem Jahr gesunken ist. Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak erklärte dies damit, dass an einigen Ölraffinerien «ausserplanmässige Wartungsarbeiten» durchgeführt werden müssten.Passend zum Artikel
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Die Ukraine intensiviert ihre Angriffe auf Raffinerien, Depots und Pumpstationen auf russischem Staatsgebiet. Wie erfolgreich ist sie damit?













