Eine schwarze Rauchsäule über Sankt Petersburg, anfliegende Drohnen über dem Hafen und Flugausfälle am internationalen Flughafen Pulkowo: Während in der Newa-Metropole am Mittwoch das Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF), Russlands wichtigste Investorenkonferenz, eröffnet wurde, griff die Ukraine Ziele an, die rund 1100 Kilometer von der Grenze entfernt liegen. Der Zeitpunkt dürfte kaum zufällig gewählt gewesen sein.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden in der Nacht zum Mittwoch ein Ölterminal in Sankt Petersburg, militärische Einrichtungen auf dem Marinestützpunkt Kronstadt sowie ein Rüstungsbetrieb in der Region Tambow getroffen. Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, erklärte zudem, die Korvette „Bojki“ der russischen Ostseeflotte sei in Brand geraten. Unabhängig bestätigen ließen sich diese Angaben zunächst nicht.
Das russische Verteidigungsministerium meldete 354 abgefangene Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Krim, der Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, allein rund 50 in seiner Region. Sankt Petersburgs Stadtchef Alexander Beglow bestätigte beschädigte Infrastruktur und Verletzte, dementierte aber Todesopfer.










