PfadnavigationHomePolitikAuslandPutin anwesendWährend des Wirtschaftsforums – Ukraine greift erneut St. Petersburg mit Drohnen anStand: 14:45 UhrLesedauer: 2 MinutenPutins Absage an ein Treffen mit Selenskyj erschwert die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Sicherheitsexperte Joachim Krause sieht Russland derzeit nicht zu ernsthaften Verhandlungen bereit und bringt Finnlands Präsidenten Alexander Stubb als möglichen Vermittler ins Gespräch.Mitten während des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg schlagen erneut ukrainische Drohnen ein. Der Gouverneur ruft die Bevölkerung auf, in den Wohnungen zu bleiben, der Flughafen stellt zeitweise den Betrieb ein. Selbst Putin räumt wirtschaftliche Schäden ein.Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen „großangelegten Angriff durch militärische Drohnen“. Die Flugabwehr sei aktiv.Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch bildeten sich nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauchwolken am blauen Himmel über der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.Lesen Sie auch„Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohner von St. Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen“, schrieb der Gouverneur bei Telegram. „Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen.“ Der Zivilschutz setzte auch per SMS einen Drohnenalarm ab. Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am frühen Morgen zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Drohnengefahr.Angriffe im von der russischen Kriegsmarine genutzten Ostseehafen von KronstadtIm Leningrader Gebiet um St. Petersburg (früher Leningrad) meldete Gouverneur Alexander Drosdenko ebenfalls Drohnenalarm. Die Flugabwehr habe 141 Drohnen abgeschossen. Er informierte auch über die Evakuierung von Wohnhäusern nahe einem Militärobjekt, in dem nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen sei. Es handle sich um eine vorübergehende Sicherheitsmaßnahme, sagte der Gouverneur. Er hoffe auf die baldige Rückkehr der Menschen in ihre Wohnungen. Auch im von der russischen Kriegsmarine genutzten Ostseehafen von Kronstadt habe es Angriffe gegeben, hieß es.Berichte über Drohnenschläge gab es zudem aus dem Gebiet Krasnodar im Süden sowie aus anderen Teilen Russlands. Auch der Hafen von Mariupol in dem von Moskau annektierten Gebiet Donezk sei betroffen, hieß es. Nach Explosionen seien Öldepots in Brand geraten, berichteten Medien. In sozialen Netzwerken kursierten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbare Videos, auf denen große Feuer und Rauchwolken zu sehen waren.Lesen Sie auchDie ukrainischen Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie und militärische Ziele waren mehrfach Thema bei dem Wirtschaftsforum, das heute ausklingt. Die Ukraine wehrt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit gut vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.Kremlchef Wladimir Putin räumte beim Forum am Freitagabend ein, dass es durch die Angriffe einen „gewissen Schaden“ für die Wirtschaft gebe. „Diese Attacken führen natürlich zu nichts Gutem“, sagte er. Wichtig sei eine Stärkung der Flugabwehr; Risiken für die Wirtschaft Russlands gebe es aber nicht, meinte der Präsident. Das Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Treffen für Friedensverhandlungen lehnte er ab.dpa/coh