So kann man schon vor dem Börsengang in SpaceX investieren. Auch an einem SonntagmorgenKrypto-Handelsplätze wie Hyperliquid oder Lighter ermöglichen es Anlegern, an der Preisentwicklung der SpaceX-Aktien zu partizipieren.07.06.2026, 05.30 Uhr2 LeseminutenSpaceX’s mega rocket Starship makes a test flight from Starbase, Texas, Friday, May 22, 2026. (AP Photo/Eric Gay)

APTOPIX SpaceX Starship LaunchEric Gay / APWollen Sie in SpaceX investieren? Sie brauchen nicht den Börsengang abzuwarten, sondern können gleich heute, am Sonntag, loslegen. Möglich ist das an den Krypto-Handelsplätzen Hyperliquid und Lighter. Dort investiert man allerdings nicht in die SpaceX-Aktie selbst, sondern in ein synthetisches Konstrukt, in sogenannte Perpetual Futures.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass diese Plattformen Preisveränderungen der zugrunde liegenden Aktien recht präzise abbilden. Dafür saugen sie im Hintergrund ununterbrochen Daten von Handelsplätzen für Mitarbeiteraktien ab.Wie nützlich gerade die Plattform Hyperliquid ist, haben übrigens die Händler von Investmentbanken und Hedge-Funds gemerkt. Sie kommen seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr um diese herum, weil dort Erdölkontrakte auch am Wochenende gehandelt werden. So können die Anlageprofis umgehend auf jeden Social-Media-Eintrag von Donald Trump reagieren. Die Welt dreht sich 24/7, es gibt eigentlich keinen Grund, wieso die Finanzmärkte am Freitagnachmittag schliessen sollten.Ein anderer Fun-Fact: Mit einem Umsatz von rund 80 Millionen Dollar pro Mitarbeiter verdient Hyperliquid wohl den Titel der effizientesten Finanzfirma. Die UBS ist im Vergleich dazu eine Kolchose.Sie merken schon: Ich bin ein grosser Fan von diesen Krypto-Handelsplätzen. Allerdings probiere ich sie bloss aus, um ihre Funktionsweise zu verstehen. Ich selbst bin ohne Wett-Gen auf die Welt gekommen und würde als Day-Trader kläglich scheitern.Ein grosser Vorteil ist, dass man auf diesen Marktplätzen nicht 20 Dokumente hochladen muss, um überhaupt starten zu können. Man verbindet sein Krypto-Wallet und legt los. Lighter braucht nicht zu wissen, wer ich bin.Natürlich sind Perps, wie Perpetual Futures gemeinhin genannt werden, etwas gewöhnungsbedürftig. Sie weisen mindestens einen dreifachen Hebel auf, mit dem man entweder auf eine Aufwärts- oder eine Abwärtsbewegung von SpaceX und anderen Vermögenswerten wetten kann.Eine Kursbewegung von rund 30 Prozent in die falsche Richtung reicht aus, damit man automatisch liquidiert wird. Lighter und Hyperliquid schützen sich mit diesem Mechanismus davor, dass das Konto ihrer Kunden ins Minus rutscht und sie auf Schulden sitzenbleiben.Doch man kann freiwillig mehr Geld auf sein Konto einzahlen – in der Form des Stablecoins USDC –, um das Risiko stark zu vermindern, dass seine Position vorzeitig ausgestoppt wird.Ungewöhnlich ist auch die sogenannte Funding Rate, die man bezahlt. Diese alle paar Stunden fällige Gebühr geht nicht an Lighter oder Hyperliquid, sondern an Investoren, die die weniger populäre Gegenposition eingehen, in unserem Fall also darauf wetten, dass der SpaceX-Kurs sinkt.Wieso das? Terminkontrakte an normalen Börsen haben ein Ablaufdatum. Je näher dieses Datum rückt, desto näher beim echten Kurs pendelt sich der Preis des Derivats ein. Perps jedoch laufen theoretisch ewig. Ohne einen finanziellen Anreiz, gegen die Mehrheitsmeinung zu wetten, könnte sich ihr Kurs völlig entkoppeln.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel