Wer im vielbeachteten QS World University Ranking nach ostdeutschen Hochschulen sucht, muss eine Weile blättern. Aus den Flächenländern schaffen es drei Universitäten unter die Top 500: Die Technische Universität Dresden landet auf Platz 218, die Uni Potsdam auf 477, die TU Bergakademie Freiberg in Mittelsachsen auf Rang 487.

Die Universitäten Leipzig und Jena folgen auf den Plätzen 535 und 575.

Ein globaler Mittelfeldplatz also für den Osten, jedenfalls auf den ersten Blick. Doch das Ranking erzählt nur einen Teil der Geschichte. Denn bei nationalen Patentanmeldungen führen Sachsens und Thüringens Hochschulen die Republik mit Abstand an – mit mehr als doppelt so vielen Erfindungen im Verhältnis zur Studentenzahl wie der Bundesdurchschnitt.

Bundeskanzler Friedrich Merz sprach mit Blick auf diese Forschungslandschaft beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow jüngst von einem Technologie- und Innovationsstandort, der „wegweisend für ganz Deutschland“ sei.

Diese Stärke spricht sich herum – auch international. Während bundesweit 13,2 Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen, liegt der Anteil in Brandenburg bei 21, in Sachsen und Sachsen-Anhalt bei jeweils 17,2 Prozent. In Nordrhein-Westfalen sind es nur 10,9 Prozent.