An der Technischen Universität sorgt ein geheimer Drittmittelauftrag für öffentliche Diskussion. Eine israelische Waffenfirma lässt Drohnen untersuchen.
In ihrer Grundordnung verschreibt sich die Technische Universität Dresden einem hohen Anspruch. Sie sei in allen Handlungsfeldern „zu hohen ethischen Standards“ und „zur Gestaltung einer friedlichen Welt“ verpflichtet. Aber ein aktueller Forschungsauftrag wirft die Frage auf: Was heißt das?
Für das israelische Rüstungsunternehmen Elbit Systems hat ein Professor der verkehrswissenschaftlichen Fakultät in Dresden einen Drohnenmotor untersucht. Der Motor an sich ist keine Waffe, könnte aber im militärischen Kontext eingesetzt werden. Ein sogenanntes Dual-Use-Projekt. Eigentlich sollte es geheim bleiben. Das hat aber nicht geklappt.
Mittlerweile ist ein ordentlicher Streit über die Drohnenforschung entstanden. Das Rektorat der TU Dresden erstattete Anzeige wegen Geheimnisverrats und plant, die universitäre Ethik-Kommission neu zu besetzen, die Bedenken wegen des Projekts geäußert hatte. Der Studierendenrat (Stura) fordert dagegen, die Anzeige fallenzulassen. Das Rektorat solle zum Drohnenprojekt öffentlich Stellung nehmen und alle laufenden Forschungsaufträge mit militärischem oder Dual-Use-Bezug zu veröffentlichen.








