Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesUS-Militär: Iran feuert Raketen auf Kuwait und Bahrain abTrotz Waffenruhe: Erneut Kämpfe in Libanon Hisbollah lehnt Waffenruhe mit Israel ab Israel und Libanon einigen sich erneut auf Waffenruhe US-Repräsentantenhaus stimmt für Ende des Iran-KriegsUS-Militär greift Ziele in Iran an – Revolutionsgarde droht mit Schließung der Straße von HormusDas US-Militär hat nach eigenen Angaben nahe der Straße von Hormus vier iranische Drohnen abgewehrt und anschließend Radarstationen in Iran angegriffen. Die Drohnen hätten eine Bedrohung für die Schifffahrt dargestellt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. US-Streitkräfte griffen demnach Radarstellungen zur Küstenüberwachung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie im Ort Goruk an. Das Militär begründete die Angriffe damit, sich „gegen weitere Angriffe zu verteidigen“. Zuvor hatte CNN unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, US-Kampfflugzeuge hätten mindestens vier iranische Drohnen abgefangen. Die iranischen Revolutionsgarden drohen als Reaktion mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte und machten die USA für die Folgen verantwortlich, sollten deren „Machenschaften“ andauern. US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender NBC News, Iran verfüge weiterhin über „einige Raketen und Drohnen“. „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen“, sagte Trump – das sei „eine Menge“, aber nicht mehr so viel wie zu Beginn der Angriffe. Es ist unklar, ob Trump konkrete Zahlen zitiert oder bloß eine persönliche Schätzung abgibt. US-Militär: Iran feuert Raketen auf Kuwait und Bahrain abIran hat nach Angaben des US-Militärs sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert. Sechs Raketen seien abgefangen worden, die siebte habe ihr Ziel nicht erreicht, teilte das US-Militär mit.Die iranische Revolutionsgarde erklärt, Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain seien Vergeltung für US-Attacken auf iranische Stellungen im Golf. Außerdem wurden vier Öltanker beschossen, die versucht hätten, die Straße von Hormus ohne ihre Genehmigung zu passieren.Unterdessen kauft Kuwait in den USA Abwehrsysteme gegen Drohnenangriffe im Wert von rund zwei Milliarden Dollar. Das US-Außenministerium genehmigte den Verkauf, ein Liefertermin ist zunächst offen. Zuletzt traf am Mittwoch eine Drohne den internationalen Flughafen in Kuwait – dabei wurde mindestens eine Person getötet, Dutzende wurden verletzt. Auswärtiges Amt rät vor Reisen nach Kuwait und Bahrain ab Für Kuwait spricht das ⁠Außenministerium eine Reisewarnung aus. Von Reisen nach Bahrain werde dringend abgeraten, teilt das Ministerium mit. „Die Sicherheitslage ​in der ​Region bleibt höchst volatil; eine erneute ‌Verschärfung der Sicherheitslage in der Region ‌einschließlich erheblicher Einschränkungen des Flugverkehrs kann nicht ausgeschlossen werden.“ Dabei verweist das Ministerium auf Luftschläge ​aus Iran ​am 3. Juni, bei denen ​eine Militärbasis der USA in Bahrain attackiert und der internationale Flughafen in Kuwait beschädigt wurden. Trotz Waffenruhe: Erneut Kämpfe in Libanon Ungeachtet einer erneuerten Waffenruhe kommt es in Libanon wieder zu Kämpfen zwischen der Hisbollah und Israel. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete am späten Abend, dass bei verschiedenen Angriffen im Süden und Osten des Landes mindestens acht Menschen getötet wurden. Zudem habe es mehrere Verletzte gegeben, darunter seien auch mehrere Frauen und Kinder gewesen. Bei einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden Libanons stationierten Truppen wurde ein Soldat getötet, wie Israels Armee am Abend mitteilte. In der Nacht zum Donnerstag hatten sich Israel und Libanon nach Angaben des US-Außenministeriums auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah lehnte die vereinbarten Bedingungen jedoch ab, kurz darauf erfolgten neue Angriffe der Miliz. In Libanon hatte es bereits am Donnerstagmorgen Berichte über zahlreiche israelische Angriffe gegeben. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Die Miliz war an den Gesprächen nicht beteiligt.IAEA-Bericht: Keine großen Änderungen bei Irans AtomprogrammDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sieht ​trotz des seit drei Monaten andauernden Krieges der USA und Israels gegen Iran keine größeren Veränderungen am iranischen Atomprogramm. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Behörde an die ​Mitgliedstaaten hervor. Es ist die erste Bestandsaufnahme seit ⁠Beginn der Angriffe Ende Februar. US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatten die Zerstörung des Atomprogramms als eines ihrer ​Hauptziele im ​Krieg genannt.In dem Dokument fordert die IAEA die Regierung ‌in Teheran erneut auf, den Verbleib von ‌Beständen an angereichertem Uran zu klären. Seit einer früheren US-israelischen Bombardierung der wichtigsten iranischen Atomanlagen im vergangenen Juni fehlt von dem Material ​jede Spur. Die ​Behörde habe seit fast einem Jahr keinen Zugang ​mehr, um die Bestände an schwach und hoch angereichertem Uran zu überprüfen, hieß es in dem Bericht. Dies sei ein Grund zur Sorge über die ‌Weiterverbreitung von Atomwaffen. Die lückenlose Überwachung des Nuklearmaterials müsse dringend wiederhergestellt werden. Die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags sei ‌unerlässlich und dürfe unter ‌keinen Umständen ausgesetzt werden.Iran hat Uran auf bis zu ​60 Prozent angereichert. Für den Bau von Atomwaffen ist ein Reinheitsgrad von etwa 90 ​Prozent erforderlich. Die Uranbestände gelten als einer der Hauptstreitpunkte in den ‌Verhandlungen zwischen den USA und Iran über eine Beendigung des Krieges. Trump dringt darauf, dass Iran das Material abgibt. Zuletzt konzentrierten sich die Bemühungen jedoch auf ein vorläufiges Abkommen, das die Klärung der Nuklearfragen vertagen würde. Der ⁠Bericht wurde im Vorfeld der vierteljährlichen Sitzung des 35-köpfigen IAEA-Gouverneursrats ‌in der ‌kommenden Woche erstellt. Libanon: Israel zieht sich aus Grenzort zurück Als Teil der Umsetzung einer Waffenruhe zwischen Israel und Libanon hat sich die israelische Armee aus dem libanesischen Grenzort Dibbin zurückgezogen. Die libanesischen Streitkräfte bestätigten, dass sie in die Stadt eingerückt seien, nachdem das israelische Militär abgezogen sei. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.Die libanesischen Streitkräfte haben demnach vor Ort von den Israelis errichtete Barrieren beseitigt. Spezialisierte Teams führten weiterhin Erkundungen rund um den Ort aus und räumten im Gebiet zurückgelassene Blindgänger. Die Armee rief die Bevölkerung auf, das Gebiet nicht zu betreten und den Anweisungen des Militärs Folge zu leisten, bis der Einsatz abgeschlossen ist.Israels Armee reagierte auf Raketenbeschuss der Hisbollah ab März mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive im Südlibanon. Dabei rückten israelische Truppen auch unter anderem in Dibbin ein. In der Vereinbarung zur Waffenruhe ist auch vorgesehen, dass sich die Hisbollah aus dem Südlibanon zurückziehen soll. Die libanesische Armee soll dort die Kontrolle übernehmen. Die Hisbollah hat die Bedingungen von der israelischen und libanesischen Regierung vereinbarten Waffenruhe abgelehnt. Anna Lea JakobsHisbollah lehnt Waffenruhe mit Israel ab Die Hisbollah im Libanon lehnt die jüngst getroffenen Bedingungen für eine Waffenruhe mit Israel ab. „Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils“, hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von Hisbollah-Chef Naim Kassim. Die Verhandlungen mit Israel bezeichnete er als "schamlos". Für die Miliz seien eine vollständige Waffenruhe und der Abzug Israels aus dem Süden des Libanon entscheidend. Solange Israel im Land bleibe, werde der Widerstand fortgesetzt. Zudem warnt Kassem, dass der Norden Israels nicht sicher sei, solange libanesische Dörfer ​bombardiert und Menschen getötet würden. Eine Verknüpfung der Präsenz der Hisbollah mit einer Waffenruhe oder einem israelischen Abzug lehnt er ab. Israel und Libanon einigen sich erneut auf Waffenruhe Israel und Libanon haben sich nach Angaben der USA auf eine Waffenruhe geeinigt. Voraussetzung sei, dass die Hisbollah-Miliz das Feuer vollständig einstelle und sich aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückziehe, teilte das US-Außenministerium nach Verhandlungen in Washington mit. Zwischen beiden Ländern herrschte bereits offiziell eine Waffenruhe, die jedoch faktisch nahezu komplett ignoriert wurde. Nun gibt es Anzeichen, dass auch der neue Anlauf, die Waffenruhe zwischen Israel und Libanon umzusetzen, scheitern könnte. Denn Israel greift offenbar weiter in Libanon an. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Morgen von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.Im aktuellen Konflikt stehen sich Israel und die Schiiten-Miliz gegenüber. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei – und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah. Die mit Teheran verbündete Miliz ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie sieht Verhandlungen mit Israel als Kapitulation an.Die in Washington getroffene gemeinsame Erklärung sieht die Einrichtung sogenannter Pilotzonen in Libanon vor, in denen ausschließlich die regulären libanesischen Streitkräfte die Kontrolle ausüben sollen. Die Hisbollah soll sich aus Gebieten südlich des Litani-Flusses – also aus dem Gebiet nahe der Grenze zu Israel – zurückziehen. Wie diese Sicherheitszonen eingerichtet werden sollen, ist noch unklar. „Diese Schritte werden Fortschritte hin zu einem umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommen ermöglichen“, heißt es. Es wurden zunächst keine Angaben gemacht, ob es sich bei dem neuen Bekenntnis zur Waffenruhe um eine zeitlich begrenzte Verlängerung handelte. Zuvor war die Waffenruhe jeweils befristet verlängert worden. Israel und Libanon vereinbarten, ihre Gespräche in der Woche vom 22. Juni fortzuführen, um eine umfassende Einigung zu erzielen, heißt es in der Erklärung weiter.Die Zukunft der Beziehungen zwischen Israel und Libanon müsse von den beiden Regierungen selbst entschieden werden. Jeder Versuch „staatlicher oder nichtstaatlicher Akteure“, die „Zukunft Libanons als Geisel zu nehmen“, werde zurückgewiesen. Dies scheint ein deutlicher Bezug auf Iran zu sein, der die Hisbollah unterstützt. Bei den stockenden Verhandlungen mit USA über ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs fordert Teheran auch ein Ende des Libanon-Konflikts als Teil einer Vereinbarung.US-Repräsentantenhaus stimmt für Ende des Iran-KriegsDas republikanisch geführte US-Repräsentantenhaus hat sich gegen Präsident Donald Trump gestellt und für eine Resolution gestimmt, die den US-Krieg gegen Iran beenden soll. Die Vorlage wurde am Mittwoch mit 215 zu 208 Stimmen angenommen – vier Republikaner stimmten mit den Demokraten. Ein Signal, das die Zweifel am Kurs des Präsidenten auch in seiner eigenen Partei wachsen, fünf Monate vor den Kongresswahlen.Ein Ende der US-Angriffe folgt daraus zunächst nicht: Der Senat müsste ebenfalls zustimmen, und ob das Repräsentantenhaus Trump über den War Powers Act von 1973 tatsächlich zum Truppenabzug zwingen kann, ist juristisch umstritten. Schon im Senat hatte eine Resolution zur Beendigung des Kriegs zuletzt erstmals eine wichtige Verfahrenshürde genommen, kam aber bisher nicht zur Schlussabstimmung. Die Abstimmung fällt in eine Phase, in der sich der Konflikt zuspitzt und die wirtschaftlichen Folgen spürbarer werden. Nach Angaben der American Automobile Association stieg der durchschnittliche Benzinpreis in den USA am Mittwoch auf 4,26 Dollar pro Gallone; zugleich berichten Umfragen von wachsender Unzufriedenheit. Der republikanische Speaker Mike Johnson warnte vor der Abstimmung, es sei „sehr gefährlich“, der Regierung und dem Oberbefehlshaber in dieser Lage die Möglichkeit zu nehmen zu verhandeln.Iran: Kontakte zu USA nicht abgerissen Der iranische Außenminister ​Abbas Araghtschi sagt in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al Mayadeen, dass die Kontakte zwischen Teheran und Washington zwar nicht abgerissen seien, es jedoch keine Fortschritte bei den Verhandlungen gebe. Beide Seiten prüften derzeit ausgetauschte Entwürfe. Zudem warnt der Minister: Sollte Israel die libanesische Hauptstadt Beirut angreifen, werde Iran entschlossen reagieren. Netanjahu: Konflikt mit Iran nicht vorbei Der Konflikt mit Iran ist nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch nicht ausgestanden. „Es ist in Iran noch nicht vorbei, sie sind jedoch geschwächt“, sagte Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. Mit US-Präsident Donald Trump stimme er in den wesentlichen Punkten in Bezug auf Iran überein. Gelegentliche taktische Meinungsverschiedenheiten würden ausgeräumt. Kürzlich hatte es Berichte über scharfe Auseinandersetzungen zwischen den beiden Politikern gegeben. Mit Blick auf die Hisbollah-Miliz erklärt Netanjahu zudem, viele derjenigen Kämpfer, die Israel angriffen, hielten sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf. Wadephul übt scharfe Kritik an Iran nach Eskalation am Golf Außenminister Johann Wadephul hat die Regierung in Iran scharf für deren neuen Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain kritisiert. „Parallel zu Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und zu einem vereinbarten Waffenstillstand ist es völlig unzulässig, derartige Angriffe vorzunehmen“, sagte der CDU-Politiker in New York. „Das sind Angriffe, die sich gegen den Friedensprozess richten. Das sind Angriffe, die sich gegen unbeteiligte Dritte richten“, ergänzte Wadephul. Dies zeige bedauerlicherweise einmal mehr „den Charakter des iranischen Regimes“. Die Bundesregierung fordere Iran auf, endlich diese Kampfhandlungen zu unterlassen.Der Bundesaußenminister sprach den Menschen in der Region Anteilnahme und Solidarität aus. Er habe auch mit Kollegen in der Region Kontakt gehabt und diesen das ausgerichtet. Deutschland werde „jeden Beitrag dazu leisten, dass dieser Konflikt endlich zu einem Ende kommt“.Ein Toter und mindestens 63 Verletzte bei Drohnenangriff auf Flughafen von Kuwait Bei dem jüngsten iranischen Drohnenangriff auf Kuwait sind am Flughafen der Hauptstadt ein Mensch getötet und mindestens 63 weitere verletzt worden. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Unter den Verletzten seien Reisende, Mitarbeiter des Flughafens und andere Zivilisten. Sieben der Verletzten seien bisher notoperiert worden. Die Streitkräfte haben sich bereit erklärt, „jegliche Schritte“ zu unternehmen, um die Sicherheit und Stabilität des kleinen Landes am Persischen Golf zu schützen. Der Flughafen geriet im Lauf des Iran-Kriegs mehrmals unter Beschuss und wurde nun erneut schwer getroffen. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten heute eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Qualm und Feuer. Zwischen Kuwait und Iran liegen nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie. Der kleine Golfstaat ist für Teheran deshalb ein leichtes Ziel und meldete seit Kriegsbeginn Ende Februar Hunderte iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen. Diese trafen zivile Gebiete, Infrastruktur und auch Einrichtungen des US-Militärs sowie die US-Botschaft.Die Behörde für zivile Luftfahrt teilte mit, dass alle für heute geplanten Flüge ausgesetzt oder an andere Flughäfen umgeleitet worden seien. Am Flughafen sei ein Notfallplan aktiviert worden. US-Militär meldet Abwehr iranischer Angriffe in der GolfregionDas US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen größeren iranischen Angriff auf Ziele in der Golfregion abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Zudem habe das US-Militär als Reaktion „Selbstverteidigungsschläge“ gegen eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus ausgeführt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Kurz zuvor meldeten Kuwait und Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen. Beide Golfstaaten beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Nach US-Angaben verfehlten die iranischen Angriffe ihre Ziele oder wurden von der Luftabwehr abgefangen. Außerdem seien drei iranische Drohnen abgeschossen worden, die auf zivile Schiffe abgefeuert worden seien.Auslöser des jüngsten Schlagabtauschs könnte ein US-Angriff vom Dienstag gewesen sein: Das US-Militär hatte vor der iranischen Insel Kharg einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt, weil er trotz Blockade einen iranischen Hafen anlaufen wollte. Ein iranischer Militärsprecher bestätigte Vergeltungsschläge der Revolutionsgarde und warnte, jede Bedrohung der Straße von Hormus werde das US-Militär „teuer zu stehen kommen“. Die iranische Revolutionsgarde greift laut Medienberichten zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte ​sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen an. US-Militär greift Tanker vor iranischer Insel Kharg anDas US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen, und sei vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit.Die Besatzung habe über 24 Stunden hinweg wiederholte Warnungen ignoriert. Ein US-Flugzeug habe daraufhin eine Hellfire-Rakete in den Maschinenraum gefeuert. Seit Beginn der US-Blockade gegen iranische Häfen am 13. April sind laut Centcom sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet worden. Mehr ladenTickarooLive Blog Software