Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIran zu Verhandlungen über weitere Aspekte des Atomprogramms bereit Trump spricht von Einigung „nächste Woche“ – Iran bricht wohl Gespräche abNetanjahu droht weiter mit Angriffen auf Hisbollah-ZieleLibanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte Trump: Keine israelischen Truppen nach BeirutUS-Militär meldet Abwehr iranischer Angriffe in der GolfregionDas US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen größeren iranischen Angriff auf Ziele in der Golfregion abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Zudem habe das US-Militär als Reaktion „Selbstverteidigungsschläge“ gegen eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus ausgeführt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Kurz zuvor meldeten Kuwait und Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen. Beide Golfstaaten beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Nach US-Angaben verfehlten die iranischen Angriffe ihre Ziele oder wurden von der Luftabwehr abgefangen. Außerdem seien drei iranische Drohnen abgeschossen worden, die auf zivile Schiffe abgefeuert worden seien.Auslöser des jüngsten Schlagabtauschs könnte ein US-Angriff vom Dienstag gewesen sein: Das US-Militär hatte vor der iranischen Insel Kharg einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt, weil er trotz Blockade einen iranischen Hafen anlaufen wollte. Ein iranischer Militärsprecher bestätigte Vergeltungsschläge der Revolutionsgarden und warnte, jede Bedrohung der Straße von Hormus werde das US-Militär „teuer zu stehen kommen“. Die iranische Revolutionsgarde greift laut Medienberichten zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte ​sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen an. Die aktuelle Lage in LibanonUS-Präsident Trump hat einen Angriffsstopp in Libanon verkündet. Doch dieser gelte vorerst nur für Beiruts Vororte, schränkt die libanesische Regierung ein. Im Süden des Landes kommt es nach libanesischen Angaben weiter zu israelischen Angriffen. Israels Ministerpräsident Netanjahu kündigt an, auf Hisbollah-Angriffe weiterhin zu reagieren, die Militäroperationen im Süden Libanons will er fortsetzen.US-Militär greift Tanker vor iranischer Insel Kharg anDas US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen, und sei vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit.Die Besatzung habe über 24 Stunden hinweg wiederholte Warnungen ignoriert. Ein US-Flugzeug habe daraufhin eine Hellfire-Rakete in den Maschinenraum gefeuert. Seit Beginn der US-Blockade gegen iranische Häfen am 13. April sind laut Centcom sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet worden. Iran zu Verhandlungen über weitere Aspekte des Atomprogramms bereit Iran ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio bereit, über Aspekte seines Atomprogramms zu verhandeln, die das Land zuvor in Gesprächen ausgeklammert habe. Dies sei jedoch keine Garantie für eine Übereinkunft zur Beendigung des Krieges, sagte Rubio vor Abgeordneten in Washington. Erste Voraussetzung für die laufenden Gespräche sei, dass die Regierung in Teheran die gesperrte Straße von Hormus wieder öffne und dies auch unmissverständlich bekanntgebe. Zudem müsse sich Iran zu konkreten Verhandlungen über den Verbleib seines hochangereicherten Urans verpflichten.Eine Lockerung der Sanktionen sei an Bedingungen geknüpft und werde nicht allein für die Öffnung der Meerenge gewährt. Die konventionelle Verteidigung Irans sei erheblich geschwächt worden, ⁠das Land verfüge aber noch über viele Drohnen, erklärte der Minister weiter. Israel setzt Angriffe in Südlibanon fortIsrael setzt seine Luft- und Artillerieangriffe auf mehrere Ortschaften in Südlibanon fort. Die Einwohner der Stadt Nabatija werden zum Verlassen des Ortes aufgefordert. Über der Hauptstadt Beirut kreist eine israelische Drohne. Die Hisbollah-Miliz gibt zwei Vorstöße gegen israelische Truppen in Südlibanon bekannt, verzichtet aber eigenen Angaben zufolge auf Raketenangriffe über die Grenze hinweg. Das israelische Militär hatte ​dagegen angegeben, in der Nacht zwei aus Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen zu haben. Flugverkehr über Syrien wegen Iran-Krieg stark gestiegenDer syrische Luftraum hat sich im ​Mai zu einer wichtigen Ausweichroute für die internationale Luftfahrt entwickelt. Fast 12 000 Flugzeuge überquerten das Land, wie aus Zahlen der syrischen Zivilluftfahrtbehörde hervorgeht. Im Februar waren es rund 4300 gewesen. Der Krieg im Nahen Osten hatte die Flugrouten in der Region gestört. Für die neue syrische Regierung bedeutet ⁠dies potenziell lukrative Einnahmen: Berechnungen von Reuters zufolge ⁠könnte es dem Land allein im Mai Einnahmen von bis zu ‌5,9 Millionen ‌Dollar eingebracht haben. Mehr als ein Jahrzehnt lang war der syrische Luftraum wegen des Bürgerkriegs eine Flugverbotszone für die ​meisten internationalen Fluggesellschaften. ​Sicherheitsexperten sehen die Entwicklung weiterhin mit Sorge. Die Luftfahrt-Beratungsgruppe OPSGroup stuft den syrischen Luftraum als riskant ein, die Flugverkehrskontrolle arbeite nur auf dem grundlegendsten Niveau. Auch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA empfiehlt den Airlines weiterhin, das Land zu meiden. ‌Der zunehmende Verkehr beschränkt sich größtenteils ‌auf die Fluggesellschaften vom Persischen Golf, während europäische, asiatische und nordamerikanische ​Anbieter die Region weiterhin meiden. Die syrischen Behörden zeigen sich hingegen optimistisch und verweisen auf Investitionen in die Infrastruktur, ​unter anderem mit türkischer Hilfe.Trump spricht von Einigung „nächste Woche“ – Iran bricht wohl Gespräche abUS-Präsident Donald Trump hat die „nächste Woche“ als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Aus Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung – im Gegenteil: Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor geschrieben, das iranische Verhandlungsteam habe den indirekten Austausch mit den USA eingestellt. Sie begründen den Abbruch der Friedensverhandlungen mit den anhaltenden israelischen Angriffen in Libanon. Dort hat sich die Lage in den vergangenen Tagen zugespitzt: Trotz einer geltenden Waffenruhe greift die israelische Armee Hisbollah-Stellungen im Nachbarland an.Doch Trump widersprach der Meldung. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne für ein Ende des Krieges bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden. Tasnim zufolge wird ​es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des Krieges geben, ⁠wenn die Forderungen Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und in Libanon sowie der ​vollständige ​Abzug Israels aus den besetzten Gebieten in Libanon.Der ‌iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb am Montag ‌auf der Plattform X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und ​Israel seien für ​die Folgen verantwortlich, erklärte er mit ​Blick auf die israelischen Einsätze in Libanon. Tasnim zufolge haben Iran und die mit ihm verbündete sogenannte Widerstandsfront – zu der schiitische Gruppen in Jemen, in Libanon und im Irak gehören – zudem Pläne ausgearbeitet, um die Straße von ‌Hormus vollständig zu blockieren. Außerdem wollen sie eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab ​vor der Küste Jemens eröffnen. Damit sollten Israel und dessen Unterstützer ​bestraft werden. Über die Meerenge läuft ein Großteil des ‌Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal.Netanjahu droht weiter mit Angriffen auf Hisbollah-ZieleIsrael hält an seiner harten Linie gegenüber der proiranischen Hisbollah-Miliz in Libanon ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe fest. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Montagabend auf der Plattform X mit, er habe mit Trump gesprochen und ihm mitgeteilt, dass Israel Terrorziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen werde, sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen.„An dieser Haltung hält Israel unverändert fest“, schrieb Netanjahu weiter. Parallel dazu werde die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen. Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah in Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Trump: Keine israelischen Truppen nach BeirutIsrael wird nach ​Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt“, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Zuvor habe er ein sehr konstruktives Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt. Zudem habe er über hochrangige Vertreter mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen, die einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt habe. Kurz zuvor sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters, Israel warte vor einem Vorstoß in die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt auf die endgültige Zustimmung Trumps. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor.Tote nach Angriff nahe Krankenhaus in libanesischer Küstenstadt Tyrus Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass nach einer ersten Zählung 23 Personen verletzt worden seien. Der Strom auf der Intensivstation sei infolge des Angriffs ausgefallen. Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich bislang nicht.Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in Libanon seit Ausbruch der aktuellen Eskalation Anfang März 3433 Menschen getötet und mehr als 10 000 weitere verletzt. Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht aufTeheran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für Iran sei der israelische Krieg in Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus.Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe in Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und Iran Libanon einschließe. Trump: Keine Iran-Stellungnahme zu möglicher Aussetzung von Verhandlung US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten keine Stellungnahme Irans zu Berichten erhalten, wonach die Islamische Republik die Verhandlungen mit den USA über Vermittler ausgesetzt habe. „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen – ich glaube, wir haben zu viel geredet“, sagt Trump dem Sender NBC News. „Ich denke, zu schweigen wäre sehr gut, und das könnte für eine lange Zeit so sein.“Behörde: Explosion auf Frachtschiff nahe IrakDie Sicherheitslage in der Golfregion und in Iran bleibt angespannt: Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen worden. Dies teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mit. Es kam zu einer größeren Explosion an Bord.Laura OtterGeplanter Besuch von Ministerin Radovan abgebrochenDer für heute und morgen geplante Besuch der deutschen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan in Libanon wurde aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgebrochen. „Aufgrund laufender Bewertung der Entwicklungen der sich akut zuspitzenden Lage in Beirut wurde diese Entscheidung aus militärischen Gründen getroffen“, teilte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit. Die Reise in die libanesische Hauptstadt Beirut sei während des Anflugs gestoppt worden, hieß es. Eigentlich wollte die SPD-Politikerin sich mit ihrem norwegischen Kollegen Åsmund Grøver vor Ort ein Bild von den Auswirkungen des Krieges machen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software