Die Debatte um die Zukunft des Tempelhofer Feldes nimmt wieder Fahrt auf. Eine Architekten-Initiative präsentierte einen neuen Vorstoß zur Randbebauung des Areals. Die Gruppe um Unternehmer Hamid Djadda und den renommierten Architekten Hans Kollhoff stellte einen Entwurf für mehr als 20.000 Wohnungen auf dem Feld vor.
Dabei schien die Situation lange klar zu sein. Am 25. Mai 2014 hatten die Berliner durch einen Volksentscheid das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes beschlossen. Damit waren Pläne und Ideen über eine mögliche Bebauung begraben. Sind sie es wirklich?
Eine Initiative namens „Zuhause am Tempelhofer Feld“ möchte den Außenrand des Ex-Flughafens mit rund 21.400 Neubauten bestücken. Dies würde neuen Wohnraum für circa 50.000 Menschen schaffen. Co-Architekt Tobias Nöfer plant einen Anteil von 30 Prozent für Sozialwohnungen und ebenfalls 30 Prozent für Eigentumswohnungen ein. Der Architekt Hans Kollhoff hält die Bebauung für ein alternativloses Projekt, um die Wohnungsnot in Berlin zu bekämpfen. Es würden trotz Bebauung rund 200 Hektar Grünfläche des Feldes erhalten bleiben.
Ein Unikat Berlins
Die Berliner Zeitung war auf dem Feld unterwegs, um mit den Menschen über eine mögliche Bebauung zu reden. Die Beliebtheit der Pläne bei den direkten Anwohnern hält sich in Grenzen. Für sie hat das Gelände einen immensen Wert, weil sie es fast jeden Tag nutzen. Eine Anwohnerin, die zwischen den blühenden Pflanzen des Gemeinschaftsgartens mit ihrer Freundin plaudert, sagt: „Ich glaube, man würde uns etwas sehr Wichtiges wegnehmen.“ Doch was macht das Tempelhofer Feld so wichtig für die Menschen?







