In der Natur sind sie Jäger und Beute, im Märchen erbitterte Gegner, in München machen sie gemeinsame Sache – Fuchs und Hase, englisch „Fox“ und „Rabbit“. Logisch, dass die neue Schwester-Location der mittlerweile kultigen Fox Bar in der Barer Straße Rabbit heißen muss. Der Name mag ein gegensätzliches Konzept suggerieren, tatsächlich aber will das Rabbit den Charme seiner Schwesterkneipe in die Occamstraße bringen. Auch Barbetreiber Paul Gunschmann bezeichnet das Personal hinter den beiden Bars als „eine Crew“.Von außen ist das Rabbit noch etwas schwierig zu erkennen, lediglich ein mit schwarzem Panzertape neben die Tür geklebtes „R“ weist auf die Bar hin. Das richtige Schild kommt noch, einen kleinen Außenbereich mit Tischen und Schanigarten gibt es hingegen schon. Drinnen spürt man, wie Gunschmann es nennt, den „Fox-Vibe“, aber neu interpretiert: Dunkel durch die schwarzen Wände und Industrielampen, ein bisschen abgewetzt und dennoch bis ins Detail gestylt. Über dicke Teppiche läuft man an den beiden getrennten Tresen vorbei und lässt sich im hinteren Bereich auf eines der Chesterfield-Sofas fallen.Der Blick in die Karte offenbart eine reichhaltige Auswahl an Klassikern und ausgefalleneren Cocktail-Kreationen. Sehr gut ist beispielsweise der „Red Rabbit“ (11,50 Euro) mit Vodka, Cranberrysaft, Rosato und Mate. Angenehm fruchtig und durch die Mate leicht herb. Der Tisch, auf dem die freundliche Bedienung die Drinks platziert, war in seinem früheren Leben eine Werkbank „vom Großvater einer Freundin“, erklärt Gunschmann. Den starken, mit Gurke und Bombay Sapphire servierten Gin Tonic (9,50 Euro) im noch funktionsfähigen Schraubstock einzuspannen, ist wegen Sturz- und Bruchgefahr aber nicht zu empfehlen.Nachteulen kommen im Rabbit auf ihre Kosten – an allen Öffnungstagen ist die Bar bis mindestens 2 Uhr geöffnet. Freitags und samstags kann es auch mal bis 5 Uhr gehen. Von etwa 21 Uhr an füllt es sich drinnen und draußen, die Chill-House-Playlist wird durch Stimmungsmacher wie „Billie Jean“ von Michael Jackson oder Radioheads „Everything In Its Right Place“ ersetzt. Feiern und tanzen ist ausdrücklich erwünscht, zwischen den gemütlichen Vintage-Sesseln und Sofas ist Platz genug.Im Rabbit genießt man eine reichhaltige Drink-Auswahl in dunklem, gemütlichen Ambiente. Johannes SimonDie Cocktails im Rabbit sind stark, wer bis zum Morgen durchhalten will, braucht einen Schlachtplan. Johannes SimonZu später Stunde füllt es sich drinnen und draußen. Tanzen und feiern ist im Rabbit ausdrücklich erwünscht. Johannes SimonWer am Wochenende wirklich bis zum frühen Morgen durchhalten will, braucht einen Schlachtplan. Für den Auftakt des Abends gibt die Aperitif-Auswahl einiges her, zu empfehlen ist hier die spritzige „Kalte Ente“ (8,50 Euro) mit Weißwein, Prosecco, Ingwer und Rhabarber. Auch alkoholfreie Optionen sind zu haben. Der große Favorit zu später Stunde ist dann die Blutgrätsche (3,50 Euro), ein Klassiker aus der Fox Bar, der es auch ins Rabbit geschafft hat.Der Shortdrink aus Vodka, Zitronensaft und Grenadine schmeckt am besten in einem Schluck. Auch der Espresso Martini (12,50 Euro) macht mit wenig Süße und viel Bitterkeit munter, Ermüdungsgefahr besteht aber schon wegen der Musikauswahl (mittlerweile läuft „Sex on Fire“ von Kings of Leon) nicht.Das Rabbit ist also definitiv kein Ort, an dem sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Stattdessen macht man mit der Kombination aus starken Drinks um heimeligem Ambiente die Nacht zum Tag.Rabbit Bar, Occamstraße 2, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag ab 18 Uhr, Samstag ab 15 Uhr
Bars in München: Die Rabbit Bar in Schwabing im Test
Mit der Rabbit Bar hat eine Schwester-Location der Fox Bar eröffnet, die die Coolness des Fox in die Occamstraße bringt und dennoch anders ist.







