Bereits 18 Menschen sind in diesem Jahr in ICE-Gewahrsam gestorben. Jetzt will die Behörde einem Bericht der »Washington Post« zufolge eine etablierte Praxis aus Biden-Zeiten einstellen.
05.06.2026, 16.24 Uhr
Protest vor ICE-Gefängnis im US-Bundesstaat New Jersey
Die US-Einwanderungsbehörde ICE will einem Bericht der »Washington Post« zufolge ihre Meldepflicht für Todesfälle einschränken. Künftig müsse die Behörde nur noch Todesfälle melden, die sich ereignen, während eine Person in ICE-Gewahrsam ist, schrieb der kommissarische Behördenchef David Venturella demnach in einem internen Memo an Mitarbeitende.
Damit entfällt eine Regelung aus dem Jahr 2021. Sie verpflichtete ICE, auch Todesfälle zu erfassen, die binnen 30 Tagen nach der Entlassung aus dem Gewahrsam eintraten. Eingeführt worden war sie unter der Regierung des damaligen US-Präsidenten Joe Biden. Ziel sei gewesen, zu verhindern, dass schwer kranke Inhaftierte entlassen würden, um Todesfälle in Gewahrsam statistisch zu vermeiden, sagte Deborah Fleischaker, damals kommissarische Stabschefin der Behörde, der US-Zeitung.










