Der sportliche Rückschritt im deutschen Eishockey in den vergangenen beiden Jahren hat Bundestrainer Harold Kreis ein Jahr vor der Heim-WM den Job gekostet. Das ist das Ergebnis der Aufarbeitung des dritten verkorksten Turniers in Serie.»Die Zusammenarbeit mit Harold war zu jeder Zeit von Vertrauen, Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt – auch menschlich war sie über die gesamte Zeit hervorragend. Deshalb ist uns diese Entscheidung nicht leichtgefallen«, wird Sportchef Christian Künast in einer Mitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes zitiert.

»Zugleich sehen wir, dass die Entwicklung der Männer-Nationalmannschaft zuletzt stagnierte, und diese sportliche Gesamteinschätzung hat letztlich zu unserer Entscheidung geführt«, sagte er weiter. Man sei der festen Überzeugung, dass es nun einen neuen Impuls benötige. Auch Künast selbst hatte zuletzt in der Kritik gestanden, darf aber beim Verband weitermachen.

Der Vertrag von Kreis war im vergangenen Jahr noch bis 2027 verlängert worden. Dann findet die WM im eigenen Land statt.

Vor WM auch Enttäuschung bei OlympiaBei der abgelaufenen Weltmeisterschaft in der Schweiz hatte der WM-Zweite von 2023 wie schon 2025 das Minimalziel Viertelfinale verpasst. Dazwischen war auch das olympische Turnier bei den Winterspielen im Februar mit der mutmaßlich besten deutschen Nationalmannschaft der Geschichte und allen NHL-Superstars um Leon Draisaitl eine Enttäuschung. Trotz eines günstigen Turnierplans hatte Deutschland einen möglichen Medaillenplatz nicht erreicht.