Unsichtbarer Weltmarktführer: Düfte, Geschmäcker und Aromen von Givaudan sind in vielen Produkten enthalten – von Eiscreme über Shampoos bis zu Parfüms

Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am spanischen Duftunternehmen Eurofragance. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte Givaudan am Freitag mit. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben und der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt von regulatorischen Genehmigungen.

Mit der Übernahme will Givaudan seine Position im Bereich Fine Fragrances in wachstumsstarken Märkten stärken. Auf Pro-forma-Basis hätte Eurofragance den Angaben zufolge im Jahr 2025 rund 185 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet knapp 202 Millionen Euro) zum Umsatz von Givaudan – der insgesamt bei 7,5 Milliarden Schweizer Franken (8,2 Milliarden Euro) lag – beigetragen.

Das Unternehmen mit Sitz in Barcelona sei auf Luxusparfüms sowie Düfte für Körperpflege- und Haushaltsprodukte spezialisiert und beschäftigt mehr als 600 Mitarbeitende, heißt es weiter. Eurofragance ist insbesondere in Europa, dem Nahen Osten, Asien, Afrika und Lateinamerika präsent.

Givaudan dagegen ist der größte Spieler in einem Oligopol, das die Welt mit Geschmack und Geruch versorgt. Zusammen mit drei weiteren Konzernen – IFF aus New York, Symrise aus Holzminden in Niedersachsen und DSM-Firmenich aus dem schweizerischen Kanton Aargau – kontrolliert Givaudan mehr als die Hälfte des globalen Markts für Aromen und Duftstoffe.