Es gibt Früchte, die wirken wie die beliebten Kinder einer Großfamilie. Erdbeeren etwa, süß, rot und allseits geliebt. Himbeeren gehören ebenfalls zu dieser Kategorie. Johannisbeeren eher nicht so. Sie sitzen gewissermaßen am Rand des Tisches, leicht säuerlich im Wesen, manchmal sogar etwas herb. Viele Menschen erinnern sich an sie als die Beeren, die man als Kind neugierig pflückte, nur um anschließend das Gesicht zu verziehen. Dabei ist die Johannisbeere eine der interessantesten Früchte, die in unseren Breiten wachsen.

Dunkel, tief und beinahe geheimnisvoll

Besonders die schwarze Johannisbeere, auch unter ihrem französischen Namen Cassis bekannt, besitzt eine erstaunliche Intensität. Ihr Aroma ist dunkel, tief und beinahe geheimnisvoll. Es erinnert an Wald, an feuchte Erde nach einem Sommerregen, und sie hat diese wilde Fruchtigkeit, die moderne Supermarktware verloren hat. Wer sie roh wie eine Weintraube essen möchte, wird vermutlich enttäuscht sein. Wer jedoch versteht, wie man mit ihr umgeht, entdeckt einen echten Schatz.

Cholesterinsenkend und gut für die Verdauung: Die Johannisbeere und ihre Ballaststoffe wirken wahre Wunder.

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