2026 will Montenegro die Verhandlungen abschließen und 2028 der EU beitreten. Die Signale aus Brüssel sind positiv, doch einfach dürfte es nicht werden.
Montenegro will hoch hinaus. Wer auf dem Flughafen der Hauptstadt Podgorica landet, bemerkt sofort die großen Lettern nebst Zahlen auf den Jets der heimischen Flotte: „28 by 28 – The Next EU Member“ steht da geschrieben. Auch in der Stadt selbst ist der Slogan allgegenwärtig – auf Bannern, Plakaten und Billboards.
Vor öffentlichen Gebäuden flattert die montenegrinische Nationalflagge mit einem goldenen Doppeladler auf rotem Grund, nicht selten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europaflagge. Die Regierung hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt. 2028 soll das Land an der Adria, das einst zu Jugoslawien gehörte, Mitglied der EU werden. Es wäre der erste Zuwachs für den europäischen Staatenbund seit 2013, als der Beitritt Kroatiens erfolgte.
EU-Westbalkangipfel in Montenegro
Die montenigrinische Hauptstadt Podgorica ist Ausrichter des EU-Westbalkangipfels, der an diesem Freitag stattfindet. Neben den 27 Mitgliedsstaaten sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien sowie Kosovo eingeladen. Auf der Agenda stehen Themen wie die EU-Erweiterung und eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschafts-, Migrations-, Sicherheits- und Außenpolitik.













