Wenige Tage vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft greift das Vergleichsportal Check24 wieder in die Marketingtrickkiste. Zwei Millionen Deutschlandtrikots verschenkt die Münchner Digitalfirma an Fußballfans. Der prominente Check24-Schriftzug auf dem Trikot wird so wieder in unzähligen Fußballkneipen und Fanmeilen zu sehen sein. Es ist nicht die erste Aktion dieser Art.Mit einem enormen Werbebudget – im Fernsehen, bei Google oder mit Sonderaktionen wie den Trikots – ist Check24 deutschlandweit bekannt und erfolgreich geworden. Die Firma dahinter ist dagegen weitgehend unbekannt. Zum Playbook von Check24 gehört es, eigene Marken zu entwickeln, die auf der Plattform dann im Vergleich auftauchen. Zum Kosmos zählen etwa ein Mietwagenvermittler, ein Reiseanbieter und eine Bank. Kürzlich hat die Firma dann auch einen Stromanbieter übernommen.Diese Verquickung führt zu Kritik. Verbraucherschützer monieren, dass die Verbindung für Kundinnen und Kunden nicht transparent sei. Check24 könnte so die eigenen Produkte bevorzugen, was das Unternehmen abstreitet. Dabei wird die Eigenmarken-Strategie mittlerweile auch dafür genutzt, sich gegen KI-Apps wie ChatGPT oder Claude zu wappnen. Denn die KI-Start-ups, die vielen Menschen bei Alltagsfragen helfen, könnten auch für Check24 zur Gefahr werden.