Mütze mit der Aufschrift »Make Cuba Great Again« – in Anspielung an Donald Trumps Wahlkampfslogan (Foto aus März 2026, im US-Staat Florida)

Die USA haben derzeit mehr als genug mit dem selbst (zusammen mit Israel) angezettelten Krieg gegen Iran zu tun. Trotzdem zeichnet sich auch andernorts ein militärisches Einschreiten ab. Am späten Abend bezeichnete US-Präsident Donald Trump Kuba als »gescheiterte Nation«. Im selben Atemzug sprach er davon, dass der Inselstaat aus US-Sicht ein »ordentlich regiertes Land« werden solle – und schwärmte von den schönen Grundstücken vor Ort. Seine Regierung habe »sehr gute Pläne« in der Schublade, so Trump weiter.

Teil dieser Pläne dürfte sein, die aktuelle Regierung weiter zu destabilisieren. So verhängen die USA jetzt Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel und Familienmitglieder. Laut US-Finanzministerium wurde der 66-Jährige auf eine zentrale Sanktionsliste gesetzt, wodurch etwa Vermögenswerte eingefroren werden können und von US-Seite keine Geschäftsbeziehungen bestehen dürfen.

US-Präsident Donald Trump

Auch die Ehefrau von Díaz-Canel, Lis Cuesta Peraza, sowie sein Stiefsohn Manuel Anido Cuesta, wurden mit Sanktionen belegt. Von den Maßnahmen betroffen sind ebenfalls ein Sohn, Alejandro Castro, und ein Enkel, Raúl Alejandro Castro, des 95-jährigen Ex-Präsidenten Raúl Castro, eine mächtige Figur hinter den Kulissen in dem sozialistischen Karibikstaat.