Raucher, die innerhalb von fünf Minuten nach dem Aufstehen zur ersten Zigarette greifen, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine Herzschwäche zu entwickeln, wie Nichtrauchende. Das geht aus einer Auswertung von Daten der UK Biobank hervor, in die Informationen von mehr als 229.000 Personen einflossen.
Bemerkenswert ist nach Angaben der Forschenden, dass der Zeitpunkt der ersten Zigarette nach dem Aufwachen offenbar aussagekräftiger ist als die tägliche Zigarettenmenge. Die konsumierte Anzahl falle weniger stark ins Gewicht als bisher angenommen.
Organismus am frühen Morgen besonders empfindlich
Je früher das Verlangen nach Nikotin nach dem Aufstehen einsetzt, desto stärker ist laut den Studienautoren in der Regel die Nikotinabhängigkeit ausgeprägt. Der Griff zur Zigarette am Morgen treffe den Organismus in einer besonders empfindlichen Phase: Der Blutdruck steige, das Nervensystem werde aktiviert, und der Körper reagiere anfälliger auf entzündliche Prozesse. Diese Belastungen könnten das Herz langfristig schädigen.
Eine Herzinsuffizienz entwickelt sich nach Angaben der Deutschen Herzstiftung meist schleichend. Sie liegt vor, wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann. Typische Beschwerden sind Müdigkeit, Atemnot und eine verminderte Leistungsfähigkeit.







