Schlechte Aussichten: Kreml-Herrscher Wladimir Putin pflegt den schönen Schein, doch die Lage der russischen Wirtschaft verschlechtert sich
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) will das internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPIEF) auch in diesem Jahr als Bühne nutzen, um die Stärke und Resilienz von Russlands Wirtschaft zu preisen. Doch den rund 20.000 Teilnehmern des Forums fällt es immer schwerer, den Worten des Kreml-Herrschers Glauben zu schenken: Im fünften Kriegsjahr nach Putins Überfall auf die Ukraine zeigt die russische Wirtschaft immer deutlicher Zeichen von Schwäche – und die Krise schlägt immer stärker auf Bürger und Unternehmen des Landes durch.
Die Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums steht ganz oben auf der Veranstaltungsagenda. Neben russischen Oligarchen ist auch internationale Prominenz geladen, darunter etwa Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman (66) aus dem diesjährigen Gastland Saudi-Arabien. Auch der Vorsitzende der U.S.-Commission of Fine Arts, Rodney Mims Cook Jr. (69), und der deutsche Familienunternehmer Thomas Bruch (76), der lange die Geschäfte der Globus-Lebensmittelmärkte in Russland führte, sind zum Forum angereist.
Auf den verschiedenen Bühnen des „russischen Davos“ werden die Propaganda-Erzählungen der russischen Regierung trotz der jüngsten schwachen Wirtschaftsdaten ungerührt fortgeführt. Der Kreml hält grundsätzlich am Narrativ einer positiven Wirtschaftsdynamik für 2026 fest, wie auch der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak (54) im russischen Wirtschaftsmagazin Wedomosti proklamierte.Wachstum nahe der Null-LinieEin Blick auf die nackten Zahlen offenbart allerdings das Gegenteil: Erst Mitte Mai hatte das russische Wirtschaftsministerium die Wachstumsprognosen des Bruttoinlandsprodukts für 2026 von 1,3 Prozent auf 0,4 Prozent nach unten korrigiert. Für 2027 werden statt der ursprünglichen 2,8 Prozent nur noch 1,4 Prozent erwartet.












